Main Data
Author: Jane Austen
Title: Mansfield Park. Roman Reclams Klassikerinnen - Eine Geschichte über die Bedeutung von Tugend und Charakterstärke - Jubiläumsausgabe
Publisher: Reclam Verlag
ISBN/ISSN: 9783159625126
Series: Reclam Taschenbuch
Edition: 1
Price: CHF 7.70
Publication date: 07/01/2025
Content
Category: Main work before 1945
Language: German
Technical Data
Pages: 615
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Zwischen Anpassung und Aufbegehren Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Fanny Price wächst bei ihrem Onkel und seinen Kindern auf dem Herrensitz von Mansfield Park auf. Mehr geduldet als geliebt, fasst sie nur zu ihrem Vetter Edmund Vertrauen. Das Auftauchen der Geschwister Crawford führt zu einer Verkettung von Ereignissen, in denen Fanny ihre Menschenkenntnis beweisen kann. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bezaubert Jane Austen in Mansfield Park durch Ironie, feine Satire und intensive Charakterzeichnungen. Jane Austen - ein zeitloser Klassiker Seit 250 Jahren verzaubert Jane Austen ihre Leserinnen und Leser. Ihre Romane gehören längst zum literarischen Kanon. Mit Ironie, feiner Satire und intensiven Charakterzeichnungen gibt sie ein Bild der Gesellschaft, das bis heute fasziniert. Ihre Geschichten zählen zu den erfolgreichsten Liebesromanen der Weltliteratur - doch sie erzählen auch von Selbstbestimmung, Mut und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Jane Austen (16.12.1775 Steventon - 18.7.1817 Winchester) gehört zu den bedeutendsten britischen Schriftstellerinnen aller Zeiten, die ihre Romane anonym unter dem Titel »by a lady« veröffentlichte. Austens Hauptwerke wie Stolz und Vorurteil und Emma zählen zu den Klassikern der englischen Literatur. Im Mittelpunkt ihres literarischen Werks steht vielfach die Zerrissenheit junger Damen des gehobenen ländlichen Bürgertums, die zwischen den Erwartungen des Adels und ihrer eigenen Vorstellung von Glück stehen.
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Kapitel 1


Vor ungefähr dreißig Jahren hatte Miss Maria Ward aus Huntingdon mit nur siebentausend Pfund Vermögen das große Glück, Sir Thomas Bertram von Mansfield Park in der Grafschaft Northampton zu erobern und dadurch mit all den Annehmlichkeiten und gesellschaftlichen Vorteilen eines stattlichen Hauses und eines ansehnlichen Einkommens in den Rang einer Baronin aufzusteigen. Ganz Huntingdon wusste sich über diese großartige Partie nicht zu lassen, und sogar ihr eigener Onkel, der Rechtsanwalt, gab zu, dass ihr mindestens dreitausend Pfund fehlten, um solche Ansprüche stellen zu können. Sie hatte zwei Schwestern, denen diese Standeserhöhung nur zugutekommen konnte, und alle die Bekannten, die Miss Ward und Miss Frances für mindestens so hübsch wieMiss Maria hielten, scheuten sich nicht, ihnen eine beinahe ebenso vorteilhafte Heirat vorauszusagen. Aber natürlich gibt es auf der Welt nicht so viele Männer mit ansehnlichem Vermögen, wie es hübsche Frauen gibt, die sie verdienen. Miss Ward sah sich deshalb nach einem halben Dutzend Jahren genötigt, sich mit dem Pastor Mr. Norris zu verbinden, einem Freund ihres Schwagers, fast ohne eigenes Vermögen, und Miss Frances erging es noch schlechter. Ja, Miss Wards Verbindung erwies sich, als es soweit war, als durchaus nicht zu verachten, da Sir Thomas zum Glück imstande war, seinen Freund durch die Pfarre von Mansfield mit einem Einkommen zu versorgen, und so begannen Mr. und Mrs. Norris den Werdegang ihres ehelichen Glücks mit kaum weniger als tausend Pfund im Jahr. Aber Miss Frances enttäuschte durch ihre Heirat – wie man so schön sagt – die Erwartungen ihrer Familie, und sie tat das, indem sie einen Marineleutnant ohne Erziehung, Vermögen oder Verbindungen wählte, ausgesprochen gründlich. Sie hätte kaum eine unvorteilhaftere Wahl treffen können.

Sir Thomas hatte Beziehungen, die er ebenso aus Prinzip wie aus Ehrgefühl, aus einem generellen Wunsch, das Rechte zu tun, und aus dem Bedürfnis, alle, die mit ihm verwandt waren, in angemessenen Positionen zu sehen, gerne zugunsten von Lady Bertrams Schwester hätte spielen lassen, aber bei dem Beruf ihres Mannes war mit seinen Beziehungen nichts zu erreichen; und bevor er Zeit hatte, sich andere Möglichkeiten der Unterstützung auszudenken, hatte ein endgültiges Zerwürfnis zwischen den Schwestern stattgefunden. Es ergab sich ganz zwangsläufig aus dem Verhalten beider Parteien und war bei einer so unklugen Heirat auch kaum anders zu erwarten. Um sich unnötige Vorwürfe zu ersparen, erwähnte Mrs. Price in den Briefen an ihre Familie das Thema nie, bevor die Heirat tatsächlich stattgefunden hatte. Lady Bertram, die eine Frau von ausgesprochen friedfertigem Naturell und bemerkenswert ausgeglichenem Temperament war, hätte sich damit begnügt, ihre Schwester einfach aufzugeben und nicht weiter an die Sache zu denken; aber Mrs. Norris hatte viel Unternehmungsgeist, der ihr keine Ruhe ließ, bis sie Frances einen langen und empörten Brief geschrieben hatte, um ihr die Torheit ihres Schrittes vor Augen zu führen und ihr alle seine möglichen üblen Folgen anzudrohen. Mrs. Price ihrerseits war gekränkt und empört; und ihre Antwort, die beide Schwestern mit Vorwürfen bedachte und so ausgesprochen abfällige Bemerkungen über Sir Thomas’ Ehrgefühl enthielt, dass Mrs. Norris sie auf keinen Fall für sich behalten konnte, machte allem Umgang zwischen ihnen auf Jahre hinaus ein Ende.

Sie wohnten so weit auseinander und bewegten sich in so verschiedenen Kreisen, dass während der folgenden elf Jahre jede Möglichkeit, voneinander zu hören, beinahe ausgeschlossen war oder es jedenfalls Sir Thomas als ein Wunder erscheinen ließ, dass Mrs. Norris überhaupt imstande war, ihnen von Zeit zu Zeit mit empörter Stimme zu erzählen, dass Frances sch

 
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