Main Data
Author: Rita Falk
Title: Steckerlfischfiasko Ein Provinzkrimi | Endlich ist er wieder da: der Eberhofer Franz mit seinem neuesten Fall!
Publisher: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN/ISSN: 9783423443432
Series: Franz Eberhofer
Edition: 1
Price: CHF 12.90
Publication date: 10/18/2023
Content
Category: Tension
Language: German
Technical Data
Pages: 288
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
»Was glaubens, was hier los ist, wenn die Presse Wind davon kriegt?« Wegen dem Golfclub ist Niederkaltenkirchen eh schon gespalten wie ein Holzscheit, aber jetzt liegt auch noch der Steckerlfischkönig höchstselbst und mausetot in der clubeigenen Spa-Landschaft. Der Franz ermittelt unter dubiosen Volksfestclans und golfenden Schickimickiarschlöchern, während seine Susi ganz andere Pläne hat: Sie kandidiert als Bürgermeisterin, was beim aktuellen Dorfoberhaupt hochgradig nervöse Zuckungen auslöst ... Der Eberhofer macht das Dutzend voll und muss wieder alles geben!

Rita Falk wurde 1964 in Oberammergau geboren. Ihrer bayrischen Heimat ist sie bis heute treu geblieben. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen>Hannes< und>Funkenflieger< hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben - weit über die Grenzen Bayerns hinaus.  
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Kapitel 1


Es gibt denkbar wenige Dinge, die mich auf die Palme bringen. Unser Golfplatz aber ist auf dem besten Weg, mich in den Wahnsinn zu treiben. Von Anfang an war das so. Seit es ihn praktisch gibt. Im Grunde genommen auch schon davor. Also noch vor der Grundsteinlegung, könnte man sagen. Da war nämlich Niederkaltenkirchen quasi bereits mitten im Ausnahmezustand und gespalten wie ein Holzscheit. Weil halt die eine Hälfte unserer Eingeborenen hier teilweise aus wirtschaftlich-lukrativen oder aber auch dynamisch-sportlichen Interessen für den Bau dieses dämlichen Golfplatzes war und die andere, die war somit dagegen. Und zwar vehement. Die war vielmehr der Ansicht, dass unser dorfeigener Kindergarten dringend renoviert und erweitert werden müsste, und das möglichst schleunigst. Weil der erstens schon eine ganze Weile lang an allen Ecken und Kanten dem sicheren Ruin entgegenschrammt und obendrein längst aus den maroden Nähten platzt. Ganz offensichtlich scheint unser Neubaugebiet auf ausgesprochen fruchtbarem Boden zu stehen. Ja, und da waren sie dann, die zwei Lager. Denn um beide Projekte realisieren zu können, da hat’s eben schlicht und ergreifend am nötigen Etat gefehlt.

Letztendlich war es dann doch die Golffraktion, die das Rennen gemacht hat, und seither haben wir praktisch unsern Scheißdreck. Weil dann nämlich exakt das gekommen ist, was viele schlaue Köpfe bereits vor dem Startschuss befürchtet haben. Und zwar, dass sich seit der rauschenden Eröffnungsfeier im vorletzten Frühjahr sämtliche Schickimicki-Arschlöcher aus dem gesamten Landkreis nun hier bei uns im Dorf einfinden und mit ihren fetten Porsches undSUVs unsere ganzen Straßen verstopfen und die Luft verpesten. Und das alles nur, um mit ihren depperten Eisen irgendwelche depperten Kugeln von einem depperten Loch zum nächsten zu schubsen. Und das über Stunden, Tage und Wochen hinweg. Geht’s eigentlich noch? Haben die wirklich nichts Besseres zu tun? Gehen die keiner geregelten Arbeit nach, oder was? Dafür muss man erst einmal Zeit haben und sich das auch leisten können. Und als ob das nicht schon genug wär, kommt da noch erschwerend hinzu, dass meine zwei ältesten – ich nenn sie jetzt einfach mal lapidar – Freunde, dass die inzwischen ebenfalls voll angefixt sind und diesem fragwürdigen Vergnügen nachhecheln. Allerdings bin ich nicht sicher, ob nicht aus reiner Berechnung heraus. Weil halt der Simmerl tagtäglich und mit schneeweißer Schürze dieses stinknoble Clublokal mit seinem frischen Fleisch- und Wurstsortiment beliefert. Freilich alles bio, regional und aus Offenstallhaltung, versteht sich, und damit auch dementsprechend teuer. Da dürfte er gut und gern das Doppelte verlangen, verglichen damit, wenn die Oma bei ihm einkaufen geht. Ja, und Verräter Nummer zwei in meinen eigenen Reihen ist der Flötzinger, seines Zeichens Gas-, Wasser- und Heizungspfuscher, und zwar in dritter Generation. Und der ist bei diesem Golfclub auch auf seine Kosten gekommen. Weil er denen nämlich den gesamten Spa- und Nassbereich ausgebaut hat und die exorbitante Küche gleich noch dazu. Unser Bürgermeister hat ihm dabei ein bisschen unter die sanitären Arme gegriffen. Und im Gegenzug, da hat ihm der Flötzinger hinterher u

 
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