Main Data
Author: Sarah Lark
Title: Himmelsstürmerinnen - Wir greifen nach den Sternen Roman. Saga um vier außergewöhnliche Frauen, die von Schottland aus die Welt für sich erobern
Publisher: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
ISBN/ISSN: 9783751747653
Series: HIMMELSSTÜRMERINNEN-SAGA
Edition: 1
Price: CHF 13.80
Publication date: 01/26/2024
Content
Category: Contemporary literature (from 1945)
Language: German
Technical Data
Pages: 576
Copy protection: kein Kopierschutz
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents

Ende des 19. Jahrhunderts in Schottland: Drei Cousinen aus dem adligen Clan der Hards streben nach Höherem. Während Ailis die Sterne erkunden will, träumt Donella vom Ballonflug und Haily vom Starruhm auf der Bühne. In der ersten schottischen Mädchenschule werden die Schülerinnen tatsächlich auf ein mögliches Studium vorbereitet. Die junge Emily, die aus einer Dienstbotenfamilie stammt, darf die drei Cousinen dorthin begleiten. Was zunächst wie ein Glücksfall für Emily anmutet, ist an eine ungute Bedingung geknüpft. Aber erst einmal scheint ihnen die Welt offen zu stehen. Doch dann nimmt das Schicksal für eine der Frauen eine unerwartete Wendung, und die vier werden in alle Winde zerstreut ...


Auftakt der großen Dilogie um vier außergewöhnliche Frauen, die von Schottland aus die Welt für sich erobern und dabei die Liebe und das Leben kennenlernen



<p><strong>Sara Lark</strong>, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, deren Bücher in über 20 Ländern erscheinen. Neben ihren fulminanten Auswanderer- und Generationensagas überzeugt sie mit mitreißenden Romanen über Liebe und Familiengeheimnisse. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt. Dort führt sie einen Schutzhof für Pferde und engagiert sich für Tiere.</p>
Table of contents

Emily


Thorgale House, ein paar Stunden später


Es war ein strahlender Frühlingstag, und der Park von Thorgale House war für Charles Hards Geburtstagsfeier festlich geschmückt worden. In den Bäumen hingen Papierballons in allen Farben, und Donella fragte sich, warum sie nicht wegflogen. Nun ja, zumindest würde Ailis sich bestimmt darüber freuen, dass ihre Familie wohl daran dachte, das Fest bis in die Nachtstunden auszudehnen. Mit etwas Glück konnten sie die Sterne sehen – und diesmal hatte Donna ihrer Cousine und Freundin Ailis sogar Neues zu berichten. Wenn man über Frankreich fliegen konnte, warum dann nicht auch bis zu ihren heiß geliebten Sternen?

Ailis erwartete sie bereits sehnlichst. Bislang waren erst die Hards aus Old Lane Manor eingetroffen, doch mit Haily und ihrem unscheinbaren Schatten Emily hatte Ailis wenig gemeinsam. Dabei mochte Emily gar nicht so dumm sein. Ließ Haily sie einmal zu Wort kommen, sagte sie mitunter ganz vernünftige Dinge. Das kam jedoch nur selten vor, meist redete Haily, wie auch jetzt wieder, da sie über ihr neues Kleid und ihr neues Pony schwadronierte und darüber, dass ihre Eltern ihr erlaubten, bereits Tanzstunden zu nehmen. Davon hätten Ailis und Donna mit ihren elf Jahren nur träumen können – wenn es denn zu ihren bevorzugten Träumen gehört hätte, sich in ein Korsett zwängen zu müssen wie ihre Mütter und zu erlauben, dass Jungen wie George die Arme um sie legten. Ob Emily von irgendetwas träumte, wussten die Cousinen nicht. Das Mädchen war knapp vier Jahre jünger als sie, wirkte jedoch durchaus verständig mit seinem schmalen Gesicht, den sanften braunen Augen und dem dunklen Haar, das es zu einem dicken Zopf geflochten trug, während sich Hailys lange Locken offen über den Rücken ihres rosafarbenen Spitzenkleides ergossen. Emily trug ein schlichtes weißes Kleid, das Ailis vom letzten Sommer zu erkennen glaubte. Damals hatte Haily es getragen, und es hatte weit mehr Rüschen und Bänder aufgewiesen als jetzt. Zudem trug Emily eine weiße Schürze. Sie war mit Spitze besetzt und sah sehr hübsch aus. Dennoch erkannte Ailis die Bedeutung sofort: Die Schürze machte den Unterschied aus zwischen Herrin und Dienerin, auch wenn Lady Mairead das Mädchen gern als Hailys »Spielgefährtin« bezeichnete. Ailis und Donella hätten immer noch nicht zu sagen gewusst, welchen Rang Emily im Hause der Hards tatsächlich bekleidete. Haily kommandierte sie jedenfalls herum wie eine Dienstbotin, gleichzeitig schien sie die Jüngere zu lieben wie eine Schwester. Mitunter fühlte sich Donella an sich selbst und George erinnert, doch im Gegensatz zu ihr konnte Emily sich Hailys kleinen Gemeinheiten nicht entziehen.

Im Eingang zum weitläufigen Park von Thorgale House begrüßte Charles Hard seine Gäste, während seine Tochter Ailis sowie seine Neffen und Nichten vor den Ankömmlingen einen formvollendeten Knicks oder Diener zeigten. Die junge Emily stand derweil abseits und wartete geduldig. Auch David, Hailys Bruder, machte alles brav mit und hoffte dabei sehnsüchtig auf ein baldiges Eintreffen seines Cousins George, der im gleichen Alter war. Die beiden ältesten Söhne der Hards auf Old Lane Manor, Paul und Edward, waren im Internat und insofern entschuldigt.

»Da sind sie ja!«, rief David in Richtung der Mädchen, als die Kutsche von Georges und Donellas Eltern vorfuhr. Die Kinder warteten ungeduldig ab, bis die Begrüßungsformalitäten erledigt waren und Cousin und Cousine endlich zu ihnen stießen.

»Los, gehen wir in den Park!«, forderte George seinen Vetter David sofort auf. Es dauerte keine drei Minuten, bis die beiden verschwunden waren.

Donella umarmte Ailis herzlich und Haily eher flüchtig. Wie immer wusste sie nicht genau, wie sie es mit Emily halten sollte.

»Ich dachte, wir machen ein Picknick im Park«, schlug Ailis vor. Sie hatte nur noch d

 
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