Main Data
Author: Beate Maly
Title: Die Bildweberin Historischer Roman | Ein sinnlicher Roman über ein vergessenes Frauenhandwerk - von Bestsellerautorin Beate Maly
Publisher: Ullstein
ISBN/ISSN: 9783843730778
Edition: 1
Price: CHF 8.60
Publication date: 02/01/2024
Content
Category: Historical novels and short stories
Language: German
Technical Data
Pages: 320
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Für alle Sinne: zarte Stoffe, kräftige Farben und eine Heldin, die um ihr Glück kämpft Nürnberg, 1535: Für Emilia gab es nichts Schöneres, als ihrem Vater beim Malen zuzuschauen und selbst mit Farben zu experimentieren. Doch nach dem Tod des Vaters muss sie allein für ihre Schwestern aufkommen. Als Wirkerin hilft sie der berühmten Kunigunde Löffelholz bei der Herstellung von Tapisserien. Heimlich malt sie außerdem Auftragsporträts ihres Vaters weiter. Dabei wird sie von einem reisenden Künstler erwischt. Jan Vermeyen schwört, ihr Geheimnis für sich zu behalten, und die beiden verlieben sich ineinander. Doch die Schulden der Familie werden erdrückend, und in ihrer Not nimmt Emilia den Antrag eines reichen Tuchkaufmanns an. Jan verlässt die Stadt und erfährt fast zu spät, dass Emilia enttarnt wurde und im Kerker auf ihren Prozess wartet. Wird er rechtzeitig kommen, um seine Geliebte zu retten? 

Beate Maly, geboren in Wien, ist Bestsellerautorin zahlreicher Kinderbücher, Sachbücher und historischer Romane. Ihr Herz schlägt neben Büchern für Frauen, die gegen alle Widerstände um ihr Glück kämpfen.
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Nürnberg, 1534

Über dem Hauptportal der Kirche »Zu Unserer Lieben Frau« thronte die Statue Kaiser Karls IV. Wie jeden Tag zur Mittagsstunde öffneten sich nach dem Schlagen der Stundenglocke die beiden Türen links und rechts der vergoldeten Kupferstatue, und die sieben Kurfürsten traten heraus. Sie zogen dreimal um den goldenen Kaiser herum, der grüßend sein Zepter bewegte. Das technische Wunderwerk wurde von den Nürnbergern liebevoll »Männleinlaufen« genannt, doch nur die wenigsten schenkten dem Schauspiel besondere Beachtung.

Emilia Baumgart hatte sich das Spektakel angesehen und widmete ihre Aufmerksamkeit nun wieder dem bunten Treiben am Platz rund um den Schönen Brunnen mit seinen vierzig bunt bemalten und vergoldeten Figuren. Vorsichtig hielt sie den Einkaufskorb dicht an ihren Körper gepresst, damit ihr Einkauf nicht den gierigen Händen flinker Diebe zum Opfer fiel. Immer unverfrorener waren die Methoden der Burschen, die sich zu kleinen Banden zusammenrotteten, um noch hinterhältiger agieren zu können. Erst letzte Woche hatte einer von ihnen Emilias Schwester Barbara ein saftiges Stück Beinschinken und eine große Ecke Käse aus dem Korb stibitzt. Tagelang hatte die kleine Familie sich mit einfachem Hirsebrei zufriedengeben müssen. Emilia sehnte sich danach, endlich wieder etwas Würzige

 
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