Main Data
Author: Max Neeser
Editor: Thomas Neeser
Title: Des Bürgermeisters Seitz Berlin Zeit Bilder aus Dinkelsbühls Vergangenheit (15. Jahrhundert)
Publisher: Books on Demand
ISBN/ISSN: 9783819204609
Edition: 1
Price: CHF 7.80
Publication date: 08/18/2025
Content
Category: Contemporary literature (from 1945)
Language: German
Technical Data
Pages: 260
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Max Neeser schildert in Form eines Historienromans die politischen, sozialen und hygienischen Verhältnisse im Dinkelsbühl des 15. Jahrhunderts. Leitfiguren des Roten Fadens sind Personen, die zur damaligen Zeit real gelebt haben. Anhand von 9 Büchlein werden historisch belegte Begebenheiten aus der Stadtgeschichte dargestellt: 1.Verhältnisse in einer freien Reichsstadt 2.Ereignisse rund um einen Jahrmarkt 3.Probleme und Gefährdungen Reisender 4.Grundsteinlegung bis Richtfest des Münsters St. Georg 5.Auswirkung des Städtekrieges auf die Stadt 6.Verlauf des Erbfolgekrieges für die Stadt 7.Der Markgraf von Brandenburg lässt auf dem Schießwasen ein Preisschießen veranstalten 8.Schilderung eines Großbrandes der Stadt 9.Seitz Berlins letzte Ruhestätte In einem Anhang werden umfangreiche Erläuterungen zu historischen Details wiedergegeben. Kleine Gemälde, Skizzen und Fotos, die Ludwig Neeser, der Sohn Max Neesers, hinzugefügt hat, illustrieren den Inhalt.

Max Neeser wurde 1857 in München geboren. Nach Besuch der Königlichen Gewerbeschule in Ansbach und Studium an der Bautechnischen Abteilung der königlichen Industrieschule Nürnberg erhielt er seine erste Anstellung beim damaligen Kreisbüro der Regierung von Mittelfranken in Ansbach. 1888 erhielt er die Stelle des Stadtbaumeisters der Stadt Dinkelsbühl, die er bis zum Jahreswechsel 1912/13 innehatte. Während des 1. Weltkrieges gab er Zeichenunterricht an der Fortbildungsschule Dinkelsbühl, danach war er Bezirksbaumeister beim Bezirksamt Dinkelsbühl. Das besondere Interesse Max Neesers galt der Bau- und Siedlungsgeschichte Dinkelsbühls sowie des Umlandes. Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit machte er 1912 im 1. Teil der Baugeschichte Dinkelsbühls der Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Forschungsergebnisse flossen in die Abhandlung über die Zeit des dinkelsbühler Bürgermeisters Seitz Berlin ein, die 1923 erschienen ist. Max Neeser verstarb am 18. Juli 1945 in Dinkelsbühl. Er wurde im Neeser'schen Familiengrab beigesetzt.
Table of contents

2. Büchlein Jahrmarkt


Das auf dem Horste des hochgebauten Steinhauses am Viehmarkt nistende Storchenpaar war mit seiner Nachkommenschaft gen Süden gezogen. Es war der 24ste des Erntemonds, der Tag des heil. Bartholomäus. Auf dem Turm der Pfarrkirche droben beim Wendelstein49 wehte das Ratsfähnlein. An diesem Tage wurde seit unvordenklicher Zeit wie auch an Georgi und Ursula in der freien Reichsstadt Dinkelsbühl ein Kram- und Leinwandmarkt abgehalten. Lebhaftes, buntes Treiben herrschte überall, auf den meist von niedrigen, mit Stroh oder Rohr, manchmal auch schon mit tongebrannten Dachpfannen gedeckten Häusern begrenzten Gassen.

In der Innerstadt, wo sich der von Augsburg über Donauwört gegen Würzburg südnördlich ziehende uralte Heerweg mit der von Westen nach Osten über Ellwangen in Schwaben gegen Nürnberg laufenden Reichsstraße kreuzte, hier beim Jörgenfriedhofe waren die Häuserzeilen merklich weiter auseinander gestellt. Der Kirchhof schob sich da so nahe an die Wegkreuzung heran, daß für einen großen Marktplatz kein freier Raum blieb. So spielte sich der Markthandel in den hier nach vier Richtungen auseinanderlaufenden sehr breiten Gassen ab. Es war da ein besonderer Weinmarkt, ein Ledermarkt, ein Hafenmarkt, ein Brettermarkt angeordnet. Der Viehmarkt lag etwas abseits gegen das Wörnitztor zu. In diesen am Friedhofe sich berührenden Marktgassen standen bis zu den früheren Altstadttoren hin die ansehnlicheren, weil durch ein aufgesetztes Stockwerk erhöhten Behausungen der wohlhabend gewordenen Bürger, besonders jener aus den Altbürgern hervorgegangenen Stadtgeschlechter. In der Mitte dieser geräumigen Gassen zog sich eine breite Mulde, das Floß genannt, zum Wörnitztor hinab. Im Sommer von schmutzigem, übelriechendem Wasser durchflossen, im Winter mit Eis bedeckt, diente das Floß als Fahrweg. Steinplatten, Reisig Knüppel bildeten die Befestigung dieser staubigen oder kotigen, da u. dort mit Springsteinen überquerten Fahrbahn. Auf dieser bewegten sich Frachtwägen, Fuhrwerke und Fahrzeuge aller Art, Pferde-, Ochsenund Maultierkarren, Reiter. Dazwischen tummelten sich jene nützlichen, in Schwaben und

 
Contact FAQ Conditions of use Legal informations Delivery conditions Privacy policy Copyright
All prices on this website are with Reservation.