: Axel Becker-Zöllner
: Mord in der Elphi
: Books on Demand
: 9783696343606
: 1
: CHF 5.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 180
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Kyra ist acht Jahre alt, als ihre Welt zerbricht. Aus ihrer Heimat in Nigeria nach England verschleppt, entkommt sie nur knapp einem Netzwerk, das mit Kindern handelt wie mit Ware. Was sie nicht weiss: Ihre Flucht macht sie zur Zielscheibe. Denn Kyra hat gesehen, was niemand sehen sollte - und erkennt einen Mann wieder, der sich hinter der Maske eines Geistlichen verbirgt. Auf einer abgelegenen Farm in England scheint sie kurzzeitig in Sicherheit. Doch als die Vergangenheit sie einholt, eskaliert die Gewalt: Eine Frau wird brutal ermordet, und Kyra muss erneut fliehen. Auf abenteuerliche Weise folgen ihr ihre drei Brueder, um sie zu finden.

Geboren 1954 in Hannover, in der laendlichen Idylle eines niedersaechsischen Dorfes der 60iger Jahre gross geworden. Nach dem Studium zum Sozialpaedagogen und Lehrer als Bildungsreferent und Betreiber dreier Bildungshaeuser ueber 30 Jahre taetig. Technikaffin, auch wenn sie oefter mal nicht funktioniert. Er hat mit Ahnenforschung angefangen und seine Familiengeschichte seit dem 17. Jahrhundert in Romanform niedergeschrieben. Er laesst sich nicht auf einen Stil festlegen: Humor, Tatsachen, Fantasie oder Krimi. Immer ueberraschend.

Afrika


2Im November 2022 sorgte ein Bild weltweit für Aufsehen: Drei Männer saßen auf dem Ruder eines riesigen Öltankers, nur wenige Meter über der Wasseroberfläche, vollkommen schutzlos dem unbändigen Atlantik ausgeliefert. Es war ein Anblick, der wie aus einem Albtraum wirkte: Menschen, die sich an einem beweglichen Metallblatt festklammerten, das eigentlich nur der Steuerung des Schiffs diente. Diese Männer waren als blinde Passagiere von Westafrika, vermutlich aus der Gegend um Lagos in Nigeria, an Bord gegangen. Ob sie vielleicht in einer verzweifelten Flucht vor Armut und Hoffnungslosigkeit sich unter das Heck des Schiffs geschlichen, und auf das Ruder begeben hatten?

Von dort aus begannen sie eine der gefährlichsten Reisen, die man sich vorstellen kann, eine elftägige Überfahrt über den offenen Ozean in Richtung der Kanarischen Inseln, ein erster Zugangspunkt nach Europa für viele Migranten.

Die Strapazen, denen sie während dieser Reise ausgesetzt waren, lassen sich kaum in Worte fassen. Wind, Gischt und die klirrende Kälte der Nächte sowie die unerbittliche Hitze der Tage waren ihre ständigen Begleiter. Das Ruder hatte keinen Platz zum Ausruhen oder Bewegen; es war hart, glatt und ständig in der Nähe der unruhigen See. Ein falscher Griff oder ein Moment der Erschöpfung hätte sie ins tiefblaue Nichts stürzen können. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass sie kaum bis gar keine Vorräte dabeihatten. Als der Tanker schließlich im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria ankam, waren sie stark dehydriert, vollkommen erschöpft und am Rande der Unterkühlung, ein deutliches Zeichen für die extremen Bedingungen, die sie durchlebt hatten.

Bereits nach wenigen Tagen ohne Wasser gerät der menschliche Körper in