: Stephan Steinthal
: Arena'89 Die Pitborn-Prinzessin
: Books on Demand
: 9783695776849
: '89
: 1
: CHF 5.00
:
: Science Fiction
: German
: 494
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
ARENA'89: Die Pitborn-Prinzessin (Band 2) Die Revolution beginnt in der Arena. Sie kam, um zu überleben. Sie bleibt, um das System zu stürzen. Nach dem brutalen Verlust ihrer Familie hat Reva nur ein Ziel: Rache an Cassian Varus, dem Mann, der ihren Bruder vor ihren Augen hinrichten ließ. Als die ehrgeizige Domina Selira Astra ihr die Hand reicht und sie zur Auctora von Haus Astra macht, scheint Revas Weg vorgezeichnet. Doch was als inszenierte Rolle beginnt, wird zur Waffe gegen das System selbst. In den luxuriösen Hallen von Haus Astra wird aus der Performerin der Grube die Pitborn-Prinzessin: ein Symbol der Hoffnung für die Unterdrückten und eine Geldmaschine für die Herrschenden. Während die Megametropole ihren Aufstieg feiert, plant Reva ihren Kampf. Zwischen medienwirksamen Arenakämpfen und politischen Intrigen entdeckt sie Hinweise auf eine Wahrheit, die alles übersteigt: Das System, das sie bekämpft, beruht auf einer viel größeren Lüge, als sie je ahnte. Wer ist der rätselhafte Kaiser wirklich? Warum darf niemand die Grenzen der Stadt überschreiten? Und wie weit muss Reva gehen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen? In den neuen Teamkämpfen muss Reva nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Freunde schützen. Die seltene Chance, den mysteriösen Kaiser zu treffen (die gottgleiche Instanz, die über allem thront) könnte ihr endlich die Antworten liefern, nach denen sie sucht. Doch in einer Welt, in der jedes Gefühl zur Quote wird und jeder Schmerz inszeniert ist, muss Reva erkennen: Manchmal ist der gefährlichste Gegner nicht der, den man bekämpft, sondern der, dem man vertraut. Was als Unterhaltung beginnt, wird zur Revolution. ARENA'89: Die Pitborn-Prinzessin ist der fesselnde zweite Band der dystopischen Trilogie, die Hunger Games und Spartacus verbindet. Intensiver, schonungsloser und emotionaler als der erste Teil führt er in die dunkelsten Abgründe einer Gesellschaft, die Schmerz zur Unterhaltung gemacht hat. Dies ist kein Märchen mit Happy End: Die Pitborn-Prinzessin lächelt nicht, sie schlägt zurück. Für Fans von Hunger Games, Spartacus und 1984: härter, brutaler, erschreckend gegenwartsnah. --- Das sagen Leser:innen über ARENA'89: *"Ich warte schon sehnsüchtig auf Band 2!" *"Tatsächlich freue ich mich sehr auf Band II und hoffe auf Revas Rache!" *"Ich kann es kaum erwarten, dass Band 2 im Herbst erscheint!" *"Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung und bin gespannt auf Band 2." --- Alles für die Quote.

Stephan Steinthal ist ein deutscher Indie-Autor und schreibt Dystopien und Soft Science-Fiction. Seine Geschichten verbinden Spannung, klare Bilder und unerwartete Wendungen mit einer Metaebene, die mehr als nur unterhalten soll. Schon früh hat er Geschichten geschrieben und in Foren geteilt. Damals noch ohne Plan und ohne Anspruch. Einfach aus Freude am Erzählen. Heute ist daraus ein wiederentdecktes Hobby geworden: mit dem Ziel zu unterhalten, aber auch anzuregen. Mit ARENA'89 veröffentlicht er seine erste große Trilogie. Die dystopische Reihe entwirft eine düstere Zukunftsvision, in der Schmerz zur Ware wird und Unterhaltung zur moralischen Grauzone. Dabei verbindet er Spannung mit Medienkritik, getragen von einer starken Protagonistin. Science-Fiction ist für ihn ein Spielfeld. Ein Ort, an dem sich Technik und Philosophie berühren. Was ihn dabei reizt? Sich in eigenen Welten zu verlieren, Twists zu bauen, die überraschen und Geschichten zu erzählen, die im Kopf bleiben, auch nachdem man die letzte Seite zugeschlagen hat.

Im Netz der Domina


Reva folgte Nira durch die langen Korridore von Haus Astra. Die Wände waren hier mit einem warmen, fast schimmernden Material verkleidet, nicht wie bei Haus Varus aus kaltem Metall. Sensoren registrierten ihre Bewegungen, passten die Beleuchtung dezent an. Nichts hier wirkte bedrohlich. Und genau das machte Reva misstrauisch.

Nira blieb vor einer breiten Doppeltür stehen und berührte sanft ein Kontrollpanel. »Domina Selira erwartet Euch bereits«, flüsterte sie, immer noch mit dieser Mischung aus Ehrfurcht und Scheu in der Stimme.

Die Türen glitten lautlos auf. Reva trat ein und blieb unwillkürlich stehen.

Der Raum war ein Traum aus Licht und Glas. Eine ganze Wand bestand aus einem riesigen Panoramafenster, das einen atemberaubenden Blick auf die Stadt bot. In der Ferne, deutlich erkennbar, ragte die Arena in den Morgenhimmel. Jener Ort, an dem ihr Leben zerbrochen war. Die Perspektive von hier oben war noch viel besser als in ihrem eigenen Quartier. Das Sonnenlicht flutete den Raum, brach sich in kunstvollen Kristallstrukturen, die von der Decke hingen, und warf Regenbogenmuster auf den polierten Boden.

Der Tisch aus hellem Holz im Herzen des Zimmers war mit Speisen beladen. Und dort, am Kopfende des Tisches, saß Selira Astra. Ihr platinblondes Haar war streng zurückgebunden, betonte die scharfen Konturen ihres Gesichts. Ihre Augen, dieses unnatürliche Violettgrau, fixierten Reva mit einer Intensität, die fast physisch spürbar war. Sie trug ein violett-silbernes Gewand, das sowohl elegant als auch funktional wirkte.

»Reva«, sagte Selira mit melodischer Stimme. »Willkommen.« Sie deutete auf den Stuhl ihr gegenüber. »Bitte, setz dich. Iss. Du musst hungrig sein.«

Reva trat näher, spürte, wie ihre Hände leicht zitterten. Die unterdrückte Wut und die Trauer, die sie seit Kaels Tod empfand, brodelten in ihr. Sie zwang sich, den Stuhl zu nehmen, den Selira angeboten hatte, aber sie machte keine Anstalten zu essen.

»Ich hoffe, deine Unterkunft ist angemessen«, fuhr Selira fort, während sie sich selbst etwas Tee einschenkte. »Nach deinen . . . Erfahrungen bei Haus Varus wollten wir sicherstellen, dass du dich hier wohlfühlst.«

Reva bemerkte, wie etwas in ihr zerbrach. All die sorgfältig kontrollierten Emotionen drohten an die Oberfläche zu dringen.

»Warum?«, fragte sie mit brüchiger Stimme, konnte kaum die Tränen zurückhalten. »Warum habt ihr mich gerettet, aber meinen Bruder sterben lassen?«

Selira hielt in ihrer Bewegung inne, stellte die Teekanne langsam ab. Etwas wie Bedauern war in ihrem Gesicht erkennbar.

»Wir hätten gerne euch beide gerettet. Aber Cassian ließ uns keine Zeit. Als wir eingriffen, war es für deinen Bruder bereits zu spät.«

»Zu spät?« Revas Stimme wurde lauter, schärfer.

Selira seufzte leise. »Paragraf 16 des Liga-Protokolls erlaubt uns nur einzugreifen, wenn es um einen qualifizierten Auctora-Anwärter geht. Du hast alle formalen Kriterien erfüllt. Cassian hat sich geweigert, dich zu ernennen, obwohl du jedes Recht darauf hattest. Das gab uns die rechtliche Grundlage.«

»Ihr hättet früher eingreifen können! Ihr habt zugesehen!« Revas Hände ballten sich zu Fäusten. Sie spürte, wie ihre Fingernägel sich in ihre Handflächen gruben.

Selira beugte sich vor, ihre Stimme war fast mütterlich. »Die Schuld liegt allein bei Cassian Varus. Seine Männer haben abgedrückt. Seine Entscheidung. Sein System der Grausam