: Gudrun Leyendecker
: Einmal in jedem Jahrhundert Der Krieg der Liebe
: Books on Demand
: 9783695783427
: 1
: CHF 8.80
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 500
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Manche Lieben vergehen - andere überdauern Jahrhunderte. Diese Liebesgeschichten spielen im Schatten ihrer Zeit. Über Jahrhunderte hinweg begegnen sich Menschen, die lieben, hoffen, verlieren und an ihrem Schicksal wachsen. Jede Geschichte trifft mitten ins Herz und zeigt, was Liebe kosten kann, jede Epoche ist geprägt von Hoffnungen, Regeln und der Atmosphäre der Zeit. Einige Begegnungen führen zu leidenschaftlichem Glück, andere zu verheißungsvollem Herzschmerz. Feinsinnige Romantik trifft auf dramatische Momente und unerwartete Wendungen, doch durch all diesen Geschichten zieht sich ein geheimnisvoller, roter Faden, der ein Versprechen in sich trägt. Denn das Schicksal webt weiter.

Gudrun Leyendecker ist seit 1995 Buchautorin. Sie wurde 1948 in Bonn geboren. Siehe Wikipedia. Sie veröffentlichte bisher über 130 Bücher, unter anderem Sachbücher, Kriminalromane, Liebesromane und Satire. Leyendecker schreibt auch als Ghostwriterin für namhafte Regisseure. Sie ist Mitglied in schriftstellerischen Verbänden und in einem italienischen Kulturverein. Erfahrungen für ihre Tätigkeit sammelte sie auch in ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit als Lebensberaterin.

Teil 3 Kapitel 2


Im Tal von Valdagno erwachte die Natur in einer feierlichen Stille.

Noch hatte die Sonne die hohen Felsen der kleinen Dolomiten nicht ganz erreicht, doch ihr erstes Licht schob sich bereits über die Hügel und ließ die Wiesen am Ufer des Flusses Agno in einem zarten Goldgrün schimmern.

Der kleine Fluss führte nur wenig Wasser, und an einigen Stellen ragten runde Steine aus dem Bett hervor. Das klare Wasser glitt murmelnd um sie herum, als spiele es mit ihnen ein uraltes Spiel.

Über dem Fluss schwirrten bereits die ersten Vögel des Tages. Einige Bachstelzen hüpften zwischen den Schilfstängeln am Ufer umher, andere zogen in kleinen Bögen durch die frische Morgenluft. Ihr lebhaftes Zwitschern erfüllte das Tal, als begrüßten sie gemeinsam den neuen Tag.

Doch nicht alle Menschen, die sich in diesen frühen Stunden am Fluss aufhielten, kamen mit guten Absichten.

Matteo bewegte sich vorsichtig zwischen den niedrigen Weidenbüschen, die nahe am Wasser wuchsen. Er tastete sich schleichend voran, denn er