: Kirsten Reko
: Ich ging für sie Gefangen in einer toxischen Ehe: Verletzungen, Schuld und der Mut zum Neubeginn
: Books on Demand
: 9783695780464
: 1
: CHF 4.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 438
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine Ehe, die nach außen perfekt wirkt. Ein Alltag, der leise zerbricht. Eine Frau, die erkennt, dass Liebe nicht retten kann, aber Mut. Lea lebt in einer Beziehung, die von subtiler Kontrolle, emotionaler Manipulation und wachsender Angst geprägt ist. Als die Fassade ihres Mannes endgültig bröckelt, muss sie eine Entscheidung treffen, die ihr Leben und das ihrer Kinder für immer verändert. Der Roman erzählt von psychischer Gewalt, innerer Zerrissenheit und dem langen Weg zurück zu sich selbst, mit all der Ambivalenz, die Trauer, Freiheit und Neubeginn mit sich bringen. Ein intensiver, berührender Roman über Mut, Heilung und die Kraft, die entsteht, wenn eine Frau beginnt, sich selbst zu glauben.

Kirsten Reko ist Autorin, Illustratorin und digitale Erzählerin. Sie schreibt psychologisch tiefgehende Romane und Healing-Stories, die sich mit komplexen Beziehungen, emotionaler Gewalt und innerer Befreiung beschäftigen. In ihren Büchern verbindet sie literarische Sprache mit präziser Beobachtungsgabe und einer starken empathischen Haltung. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit entwickelt sie kreative Rituale, visuelle Storytelling-Formate und Inhalte für Social Media, die Menschen dabei unterstützen, sich selbst wiederzufinden. Kirsten lebt mit ihren Kindern in der Nähe von Hamburg.

Kapitel 1


Vor dem Spiegel entwich Lea Heller ein Seufzen, das mehr sagte, als Worte es konnten. Im Spiegel sah sie nicht nur sich, sie sah die Sehnsucht hinter ihren Augen, einen stillen Schatten, der schon viel zu lange dort wohnte. Und dann ihr Outfit… Nichts passte, entweder war es zu brav, zu streng, zu alltäglich. Eigentlich war Lea eher sportlich unterwegs: Jeans, T-Shirt oder ein gemütlicher Pulli waren ihre Standardwahl. Sie strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, spielte nervös damit und verzog den Mund. Warum war es so schwer, einfach „richtig“ auszusehen?

Lea war schlank, mit mittellangen braunen Haaren und großen Augen, die gerade zwischen Panik und Vorfreude hin und hersprangen. Wenn sie an den Abend dachte, wurde ihr mulmig.<