Berlin, 1983
›Ob andere das Gleiche sehen wie ich, wenn die Augen zu sind? Wellen, Punkte … da … weg …, Flimmern … wie die Luft über einer heißen Straße … Rot. Ruhe. Manchmal Gesichter. Klein, aber klar und deutlich. Doch immer nur kurz. Sind das Menschen, die ich kenne? Oder mal irgendwo gesehen habe? Keine Ahnung. Das nennt man wohl das innere Auge. Ich mag mein inneres Auge. Damit kann ich alles sehen, was ich möchte. Sogar mich, wie ich hier sitze. Aber, wo ist hier? Vielleicht woanders? Vielleicht träume ich. Vielleicht sitze ich eigentlich gerade auf der Couch. Zuhause. Wo bin ich wirklich? Wer bin ich wirklich? Bin ich wirklich? Aber ich denke doch! Denke ich jedenfalls … Schon deshalb sollte ich doch sein. Aber nur, weil ich denke? Was ist, wenn ich mir mal nichts denke? Dann bin ich doch auch … Wie bin ich? … Warum ich bin, weiß ich. Mama war so nervös. Dabei hatte Max mir längst alles erzählt. Vieles ist so einfach, und zugleich auch wieder nicht. Hier…Warum bin ich hier? In dieser Stadt? Weil ich hier geboren bin? Weil ich noch ein Kind bin! Bin ich noch ein Kind? Mit elf? Ich fühle mich nicht wie ein Kind. Möchte ich woanders sein? Kann ich mich woandershindenken? Klar! Aber dann bin ich immer noch hier. Oder nicht? Egal. Ist ja eigentlich auch gar nicht so schlecht. Hier! Ich habe Freunde. Ich hab