: Eschlom Salem
: Meditation Eine umfassende Methode zur Selbsthilfe
: Books on Demand
: 9783769382204
: 1
: CHF 8.80
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: Allgemeines, Lexika
: German
: 108
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es wird eine verhältnismässig einfache Meditationspraxis aufgezeigt, die vom Anfang des Weges bis zum Ziel führt. Der Text beruht auf 55 Jahren regelmässiger Meditationsausübung. Dem Autor ist es gelungen, die westliche und die östliche Meditationspraxis zu erfassen und sie zusammen mit seiner langjährigen Eigenerfahrung zu einem für westliche Schüler gestuften Entwicklungsplan mit konkreten Anweisungen auszubauen. Trotz der Gründigkeit der Beschreibung wird der Text nie langweilig und verfällt auch nicht der Mode, einfache «Instant»- bzw. Schnelllösungen anzubieten, die einfach nicht zu haben sind, will man in der Meditation wirklich Fortschritte erzielen. Ein weiterer Vorteil dieser Arbeit ist es, dass sie keine religiöse Anpassung oder gar Unterwerfung verlangt. Ohne herzlos zu sein oder den Leser einfach mit Technik abzufertigen, führt die Arbeit Schritt für Schritt ein und lässt dem Benutzer seine Freiheit für eigene Experimente oder Wege. Weiter kann der Leser sein eigenes Übungstempo bestimmen und doch das Buch immer wieder zur Orientierung konsultieren. Wer will, kann den Weg alleine beschreiten oder sich einer Gruppe anschliessen bzw. eine solche bilden. Jeder der das Buch anwendet, verfügt über einen Schlüssel zur Entwicklung. Das Buch ist dafür eine dogmenfreie Anleitung.

2. Geistiges


2.1. Loslassen – Verdrängen


Mit «Verdrängen» wird der grundlegende Widerstand gegen Unangenehmes bezeichnet: Das Bewusstsein wehrt Inhalte ab, die als bedrohlich empfunden werden, indem es versucht, diese aus der bewussten Wahrnehmung auszuschliessen. Es glaubt, die Furcht (den realen Gegebenheiten entsprechendes Warnsignal) oder die Angst (verzerrtes, nicht realitätsgerechtes Warnsignal) nicht aushalten oder handhaben zu können. Angst vor unliebsamen Empfindungen, wie Schmerz, Trauer, Scham, Schuld etc. ebenso wie Angst vor äusseren Gegebenheiten, die solche Empfindungen auslösen, führen nicht selten zu Verdrängung und den aus ihr folgenden, weiteren Abwehrmassnahmen, wie Projektion etc … Da das Bewusstsein die Mittel nicht hat oder nicht zu haben glaubt, um mit diesen Ängsten konstruktiv umzugehen, befürchtet es, überschwemmt zu werden und seine Funktionsfähigkeit einzubüssen. Das Bewusstsein verhält sich dann in seiner Not ähnlich wie ein Kleinkind, das seine Augen verdeckt, und glaubt, so von seiner Umwelt nicht mehr gesehen zu werden. So hofft das Bewusstsein, Schwierigkeiten «aus der Welt zu schaffen», zu erledigen, indem es Massnahmen trifft, um diese Schwierigkeiten nicht mehr wahrzunehmen. Die Realität entfaltet jedoch auch ihre Wirkung, wenn man die Augen vor ihr verschliesst, und die Verdrängung führt nur zu Wahrnehmungsverzerrungen, die sich schliesslich bis zu «krankhaften» Symptomen verdichten können.

Am radikalsten ist die Verdrängung dann, wenn sie unwillkürlich, reflexhaf