,,Amber McAllister‘‘, schreit meine Mom von unten. Ich liebe sie, aber sie kreischt wie ein Marktschreier. Frische Äpfel, frische Äpfel. Ich bin kein Apfel.
Schwermütig pelle ich mich aus meiner kuschelig weichen Bettdecke und sitze minutenlang auf der Kante meiner Matratze.
In meinem Kopf hallt der Satz „Ich will nicht.“ immer wieder nach, als wäre er in Endlosschleife auf repeat. Jedes Mal, wenn er durch meinen Frontallappen zieht, spüre ich, wie sich die Anspannung verstärkt. Der Satz ist nicht nur ein Gedanke, er wird zu einem körperlichen Gefühl. Meine Amygdala, die Region in meinem Gehirn, die für die Verarbeitung von Angst zuständig ist, reagiert jedes Mal mit einem intensiven Panikgefühl. Es ist, als ob die Worte nicht nur in meinem Kopf, sondern auch in meinem Körper Widerhall finden – ein Zittern, das tief in mir aufsteigt. Die Angst breitet sich aus, als hätte sie die Kontrolle übernommen.
Es ist seltsam, dass diese ständigen, überwältigenden Gedanken so plötzlich auftauchen, als hätte ich nie mit solchen Gefühlen gerechnet. Aber dann erinnere ich mich: Ich habe erst vor kurzem den Studienplatz für Medizin bekommen. Es ist noch nicht real, dieser neue Lebensabschnitt, und doch fühlt es sich an, als würde er schon jetzt mein gesamtes Denken und Fühlen dominieren. Ich habe mein Leben lang darauf hingearbeitet, immer das Ziel vor Augen gehabt, und nun,