Kapitel 3
Intensivstation
23. August 1997, 19.30 Uhr: Neugeborenen-Intensivstation
Ich bin aus dem Reanimationsraum in die direkt daneben liegende Neugeborenen-Intensivstation verlegt worden. Ein äußerst erfahrenes Team leistet hier Tag und Nacht mit unglaublich hoher Verantwortung seinen Dienst. Ich werde zunächst von zwei Intensivschwestern versorgt, langsam und schonend, um möglichst wenig Stress zu haben. Sie saugen viel gelblich-trübes Sekret aus meiner Luftröhre ab und bereiten die Blutentnahme für die Gasanalyse vor. Ich bin zunächst mit dem Stephan-Respirator und einer Sauerstoff-Konzentration von 40% beatmet, Inspirationsdruck 20 cm H2O, Exspirationsdruck 3 cm H2O, Frequenz 60/min. Es werden Sonden für die verschiedenen Monitore befestigt und bis 20.15 Uhr kann die Sauerstoffzufuhr am Beatmungsgerät auf 30% reduziert werden. Meine Eltern kommen mich um 21.20 Uhr zum ersten Mal besuchen. In den ersten 24 Stunden besucht mich Mama insgesamt fünf Mal an meinem Inkubator, meinem ersten Kinderbettchen. Sie findet keine Ruhe, keinen Schlaf und will einfach nur bei mir sein.
23./24.08.1997: Aufnahme-Untersuchung
Noch am Abend des 23.08. wird eine ausführliche ärztliche Ganzkörperuntersuchung gemacht. Ich habe nach der Spontangeburt an verschiedenen Stellen H