: K. Ziack
: Die 13 Juwelen der Existenz Und das Geheimnis der Monde
: Books on Demand
: 9783695774050
: Die 13 Juwelen der Existenz
: 1
: CHF 9.70
:
: Fantasy
: German
: 342
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die 13 Juwelen der Existenz - Band 6 Die Welt zerbricht nicht mit einem lauten Knall. Sie zerbricht leise - durch Entscheidungen, die niemand treffen will. Nach den Ereignissen der vorherigen Bände stehen die Juwelen der Existenz vor einem Wendepunkt, der alles verändert. Die Kämpfe gegen Dämonen, Kristallwesen und gefallene Mächte haben Spuren hinterlassen. Doch was nun bevorsteht, ist größer als jede Schlacht: Um die Schöpfung zu bewahren, müssen sie ihre eigene Herkunft, ihre Familien und ihre Heimat opfern. Eine ganze Stadt verschwindet aus der Realität - verborgen hinter einer perfekten Illusion aus Fantasie und Musik. Göttingen wird geschützt, aber aus der Welt gelöscht. Für die Juwelen bedeutet das Abschied ohne Wiederkehr. Für die Menschheit bedeutet es Hoffnung. Und für ihre Feinde ist es nur der Anfang. Während sich neue Allianzen formen, tauchen uralte Schöpferwesen auf - Wesen, die älter sind als Zeit, Mythos und selbst die Götter. Ihre Existenz stellt alles infrage, woran die Juwelen geglaubt haben. Gleichzeitig führt ihre Reise sie nach Frankreich, wo Fortuna, die Göttin des Glücks, lebt: schön, arrogant, unberechenbar - und möglicherweise der Schlüssel zum Überleben oder zum endgültigen Untergang. Band 6 verbindet epische Kämpfe mit intimen Momenten, zerstörerische Macht mit leiser Menschlichkeit. Er erzählt von Verlust, Verantwortung und der Frage, wie viel man bereit ist zu opfern, wenn das Schicksal der Welt auf den eigenen Schultern lastet. Freundschaft wird geprüft. Liebe wird zur Schwäche und zur Stärke zugleich. Und nicht jede Entscheidung kann rückgängig gemacht werden. Dieser Band ist ein Bruch in der Geschichte. Er läutet eine neue Phase der Saga ein, dunkler, größer und gnadenloser als zuvor. Wer Band 6 liest, betritt eine Welt, in der Hoffnung nicht geschenkt wird - sondern erkämpft werden muss. Empfohlen ab 14 Jahren

K. Ziack schreibt aus einer Haltung heraus, nicht aus einer Rolle. Seine Texte entstehen aus einem Leben, in dem Wegsehen zur Normalität wurde - und Zuhören zur Ausnahme. Frühe Ausgrenzung, Gewalt, strukturelles Versagen und das ständige reduziert werden auf Funktion statt Menschlichkeit prägten seine Perspektive nachhaltig. Lange Zeit bedeutete Überleben, still zu sein. Heute bedeutet es, offen zu sprechen - bewusst, klar und ohne Sensationslust. In seinen Werken stehen keine klassischen Helden im Mittelpunkt, sondern Überlebende. Menschen, die nicht gefeiert wurden, sondern durchgehalten haben. Figuren, die in Mythen, Geschichten und Gesellschaft oft verdrängt, missverstanden oder verzerrt dargestellt wurden - und die bei ihm eine neue Stimme erhalten. Schreiben ist für ihn kein Eskapismus, sondern ein Akt der Rückgewinnung von Würde. Neben seiner literarischen Arbeit engagiert sich der Autor aktiv gegen Diskriminierung, Mobbing und Entmenschlichung - sowohl öffentlich als auch im direkten Austausch. Mit Projekten wie Gaias Arche verbindet er Schutz, Aufklärung und Verantwortung für Natur, Tiere und Menschen. Für ihn ist alles Leben miteinander verwoben: Wer lernt, hinzusehen, lernt auch, Verantwortung zu übernehmen. Ein zentraler Teil seines Wirkens ist das Zuhören. Nicht als leere Geste, sondern als bewusste Entscheidung gegen Gleichgültigkeit. Er schafft Räume, in denen Menschen ihre Erfahrungen aussprechen dürfen - ohne Vergleich, ohne Relativierung, ohne Bewertung. Denn nicht jedes Leid ist sichtbar, und nicht jede Wunde trägt Narben auf der Haut. Der Autor glaubt nicht an schnelle Lösungen oder einfache Wahrheiten. Er glaubt an Ehrlichkeit, an Präsenz und daran, dass Geschichten verändern können - nicht weil sie laut sind, sondern weil sie echt sind. Seine Arbeit richtet sich gegen das Schweigen, das krank macht, und für eine Gesellschaft, die wieder lernt, hinzuhören. Schreiben ist für ihn kein Rückzug, sondern Haltung. Sprechen kein Risiko, sondern Verantwortung. Und Menschlichkeit nichts Verhandelbares.

Kapitel 2- Die Heimkehr nach Göttingen


Die Reise zurück in die Welt der Menschen war merkwürdig still. Die Juwelen bewegten sich durch einen goldenen Lichtstrahl, der sie vom Olymp direkt nach Göttingen brachte. Der Strahl war kein bloßes Licht, sondern eine lebendige Passage, ein schwebender Korridor aus flüssiger Helligkeit, der pulsierte wie ein atmendes Herz. Goldene Partikel lösten sich aus seinen Wänden, tanzten lautlos um die Körper der Juwelen und hinterließen bei jeder Bewegung feine Spuren aus Wärme und Erinnerung. Es fühlte sich an, als würden Raum und Zeit selbst auseinandergezogen, als wäre jeder Schritt zugleich ein Abschied und ein Ankommen. Der Olymp verblasste hinter ihnen nicht abrupt, sondern löste sich Schicht für Schicht auf, Marmorsäulen zerfielen zu Lichtstaub, Götterstimmen wurden zu einem fernen Echo, bis nur noch Stille blieb.

Der Strahl zog sich wie ein endloser Sonnenaufgang, mal eng und drückend, mal weit und schwerelos, und mit jeder Sekunde veränderte sich die Luft. Der Duft von Ozon, Feuer und göttlichem Stein wich langsam dem Geruch von Regen, Erde und kaltem Asphalt. Bilder flackerten an den Rändern des Lichts auf, Fragmente vergangener Schlachten, flüchtige Visionen kommender Wege, Gesichter, die sie kannten, und solche, die sie noch nie gesehen hatten. Die Schwerkraft war ein ferner Gedanke, ihre Körper fühlten sich zugleich schwer und vollkommen frei an.

Je näher sie der Menschenwelt kamen, desto weicher wurde das Licht. Das Gold dunkelte ab, nahm wärmere, gedämpfte Töne an, als passe sie sich der Welt an, die es berühren sollte. Der Strahl begann zu flackern, nicht instabil, sondern behutsam, wie ein Wesen, das weiß, dass seine Aufgabe sich dem Ende neigt. Dann, fast unmerklich, öffnete sich der Korridor, und die Geräusche der Welt kehrten zurück: das entfernte Rauschen von Verkehr, ein Windstoß, das Knacken von Ästen. Mit einem letzten, sanften Aufleuchten entließ der Lichtstrahl die Juwelen, und Göttingen lag vor ihnen – unscheinbar, vertraut, verletzlich. Der Strahl zog sich zurück wie eine schließende Wunde im Himmel, und was blieb, war die Stille nach dem Übergang.

Als sie ankamen, wurde die Stadt von einem sanften Nebel bedeckt, der sich wie ein Schutzschild über die alten Straßen legte.

Ciaran blieb einen Moment stehen und atmete tief ein.

„Es hat sich nichts verändert.“, murmelte er, während er die vertrauten Gebäude betrachtete. „Und doch fühlt es sich völlig anders an.“

Irina, die neben ihm ging, schlang ihre Arme um sich selbst, als ob sie die Erinnerungen an diesen Ort spüren könnte.

„Es ist seltsam.“ sprach sie leise. „Ich habe das Gefühl, ich hätte diese Stadt seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Aber gleichzeitig… fühlt es sich an, als wäre ich nie fort gewesen.“

Die anderen Juwelen folgten ihnen in stillem Einvernehmen. Lilo war die Erste, die die Stille durchbrach.

„Also, was jetzt?“, fragte sie und zog ihren Mantel enger um sich. „Gehen wir direkt zu euren Eltern? Oder schauen wir uns erst um?“

Ciaran zögerte, doch dann nickte er entschlossen. „Wir gehen direkt zu ihnen. Es gibt keine Zeit zu verl