Das Magiment des Tages: der Toaster
Begleitet von einem Klingeln flog etwas Hellbraunes in Richtung Decke.
Gleißendes Sonnenlicht fiel durch das Fenster. Als ein junger Mann durch die Tür in dieses Licht trat, sprang er direkt auf, um das Geschoss zu fangen, wobei er eine große Parabel in die Luft zeichnete.
Nahezu augenblicklich landete der schwarzhaarige junge Mann neben Dahlia. Sie konnte sich ein bewunderndes Staunen nicht verkneifen und musste feststellen, dass sie wahrlich ein Mitglied des Dämonenbekämpfungstrupps vor sich hatte. Seine Bewegungswahrnehmung und Reflexe waren auf einem ganz anderen Niveau.
Mit einem fragenden Blick in seinem schönen Gesicht betrachtete er die knusprig gebräunte Toastscheibe, die er nun in seiner rechten Hand hielt.
„Dahlia, darf ich fragen, wofür es ein Magiment braucht, das Brot durch die Gegend fliegen lässt?“
„Also, ähm ...“
Während Dahlia überlegte, wie sie das am besten erklären sollte, rann ihr Schweiß die Schläfen hinunter.
Sie hatte sich an einen Toaster aus ihrem früheren Leben erinnert und sich einfach mal an einem Prototyp versucht, aber freilich konnte sie das so nicht erklären. Dahlia hatte in ihrem letzten Leben in einem Land namens Japan gelebt und in einer Firma für Haushaltselektronik gearbeitet, wo ihr Dasein aufgrund von Überarbeitung ein vorzeitiges Ende fand.
Dahlia Rossetti – so hieß sie in diesem Leben.
Hier existierten Dämonen und Magie – aus der Sicht ihres alten Lebens entsprach das einer Art Fantasywelt.
In diesem Leben war Dahlia von Beruf Magikerin: eine Handwerkerin, die magische Steine – Maginite – und aus Dämonen gewonnene Rohstoffe verwendete, um magische Werkzeuge aller Art herzustellen.
Magimente gab es in allerlei Varianten: Magische Laternen zum Beispiel spendeten mithilfe von Feuermaginiten ein beständiges Licht und Haartrockner erzeugten durch Wi