: Frank Geipel
: Die Kunst, Mensch zu sein - Die befreite Gesellschaft beginnt in uns Die Überwindung der Illusion von Materie und Geist durch eine integrative, nicht-duale Physik der Existenz
: Books on Demand
: 9783695791606
: 1
: CHF 17.60
:
: Gesellschaft
: German
: 428
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Die radikalste Wirklichkeit ist nicht, was du denkst. Sie ist, was du bist.« Was, wenn all unsere Probleme - von persönlichen Konflikten bis zu globalen Krisen - auf einem einzigen, fundamentalen Irrtum beruhen: der Illusion, ein getrenntes Selbst in einer Welt getrennter Dinge zu sein? Frank Geipel seziert das Ego als Urheber unserer inneren und äußeren Kriege - und zeigt einen Weg, es zu durchschreiten, ohne in die Falle »Ich bin jetzt ego-frei!« zu tappen. Zwischen Neuroplastizität und Zen, Quantenverschränkung und Menschheitskrise spannt er ein wissenschaftlich fundiertes Netz aus Erkenntnissen, das unser Selbstverständnis zutiefst erschüttert und zugleich heilt. Im Zentrum steht der Immanente-Holo-Fluismus (IHF) - die Beschreibung einer Wirklichkeit, die kein statisches Sein, sondern ein fließender Prozess des Werdens ist: als unteilbare Ganzheit, in der alles mit allem verbunden ist. Gesellschaftlich relevant, mit konkreten Praxistools für Alltag und Politik, wird dieses Buch zu einem Kompass durch die Krisen unserer Zeit. Es ist eine Einladung, die Welt und deinen Platz in ihr vollkommen neu zu erleben - und eine neue, tiefgreifende Qualität von Freiheit zu entdecken. 428 Seiten mit über>50 Seiten künstlerischer, farbbildlicher Darstellungen des in Worten Unfassbaren.

Dr. Frank Geipel, geb. 1959, ist ein praxisorientierter Wissenschaftler, der mit Leidenschaft die grundlegenden Prinzipien unserer Welt erforscht. Sein Weg ist geprägt von der Fähigkeit, mühelos zwischen der Perspektive des großen Ganzen und den feinen Details zu wechseln. In der angewandten Biotechnologie modellierte und entwickelte er über Jahre mit unkonventionellen Methoden innovative Prozesse komplexer mikrobiologischer Systeme. Seine unbändige Neugier als kreativer Freigeist führte ihn über die Musik zu indigenen Kulturen, wo er die faszinierenden Klänge des Yidakis der Yolngu in Nordaustralien entdeckte. Davon inspiriert entwickelte er praxistaugliche mathematisch-physikalische Modelle, um mittels künstlicher Evolutionsalgorithmen außergewöhnliche Instrumente für Musiker zu kreieren. Seine direkten, unmittelbaren Erfahrungen in den tropischen Regenwäldern der Erde, im Kontrast zu teilweise »befremdlichen« Erfahrungen in unserer oberflächlichen »Leistungsgesellschaft«, ließen in ihm die Motivation wachsen, aus Dankbarkeit und Demut dieses Buch zu schreiben: »Die Kunst, Mensch zu sein - Die befreite Gesellschaft beginnt in uns«

Wozu dieses Buch und warum jetzt?


Ich freue mich, dass dich dieses Buch erreicht hat. Meine Motivation, es zu schreiben, ist Dankbarkeit gegenüber dem Fluss des Lebens und den Menschen, die mir geholfen haben, Einsichten zu entwickeln. Demut, die ich auf meinen Reisen um die Welt erfahren durfte. Demut, ein Teil dieser wundervollen Erde zu sein – im Sinne der Worte von Häuptling Seattle mit dem Wunsch nach teilendem Frieden auf der Erde.

»Wir sind ein Teil der Erde – und sie ist ein Teil von uns. … Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Kinder der Erde.«

Unser evolutionär geformtes Ego – unser Ich – als Teil des urmenschlichen Selbstmodells ist der »blinde« Fleck, der einfache Alltagskonflikte bis zu eskalierenden Kriegen antreibt. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass das durch umfassende Bildung selbst erfahrene Erkennen unseres schwer durchschaubaren individuellen Egos (und die daraus erwachsene Einsicht in unser Sein) der Schlüssel zu einer besseren, bewussteren Menschheit ist. Im Sinne des bekannten spirituellen Lehrers Eckhart Tolle: »Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung«.

Dieses Buch hat das Leben geschrieben. Das Leben hat mich zum konstruktiven Nonkonformisten bzw. Rebell geformt, der sich als forschenden, kreativen Freigeist sieht.

Einige Schlüsselerfahrungen in meinem Leben, die dazu beitrugen, sind: Liebe – im Sinne des Hirnforschers Gerald Hüther als »unbedingtes Interesse an der Entfaltung des anderen« – von meiner protestantischen Großmutter, die ihre Kinder durch die Irrungen und Wirrungen des 2. Weltkrieges auf einer großen Flucht mutig gesichert hatte. Mut und Neugier – von meinem atheistischen Großvater, der die opportunistischen Entgleisungen der Arbeiterbewegung offen kritisiert hatte.Und als integrierender Rahmen der prägende Einfluss meiner Eltern, die ein Umfeld bewahrten, das mir ermöglichte, meinen Entdeckungsund Gestaltungsdrang zu entfalten.

Später die aufgezwungenen Erlebnisse beim Militär, wo an der Spitze der Hierarchie autoritäre Systemprofiteure thronen: narzisstische Kommandomarionetten, die ihreMacht als Instrument der Selbstbestätigung missbrauchen. An der Basis sozialisierte Gehorsamsdiener, die als willenlose Rädchen der Kommandomaschine verbogen werden, die Befehle ohne Reflexion ausführen sollen.

Dort hatte ich meinen Nonkonformismus entdeckt – der konstruktive Rebell und »Guerilla« in mir erwachte. Ich nutzte diese entmütigende Zeit zum Studium verschiedener Wissensgebiete und buchte den Rest als lehrreiche Lebenserfahrung ab.

Überraschend augenöffnend die Erfahrungen mit meinem Sohn – auch als Spiegel meiner selbst, und das bis heute.

Prägend, aufbrechend und hoffnungsvoll: die aus heutiger Sicht welthistorischen Erfahrungen der in Sachsen losgetretenen Wendezeit, die ich aus verschiedenen Perspektiven live miterleben durfte. Umso ernüchternder zu erleben, wie das Vertrauen aus diesem Aufbruchsgeist im Laufe der Zeit durch die Gier individueller Egos missbraucht und durch die Macht kollektiver Egos partiell fehlgeleitet und verdreht wurde. Aber die Hoffnung bleibt, dass dieser innewohnende Geist des Aufbruches wieder konstruktiv entfesselt wird.

Jahre später fand ich mich, allein im Primärregenwald auf der Halbinsel Osa in Costa Rica, überrascht innerhalb einer Gruppe Kapuzineraffen wieder und beobachtete diese länger. Dabei wurde mir meine Abstammung ziemlich bewusst, und ich erkannte aus dieser Perspektive meine eigene Rolle in Gruppen. Sehr hilfreich für meinen weiteren Weg, denn in manch faden Projektrunden sah ich wieder die Gruppe Kapuziner und die Rollen, die alle spielten.

Auf der gegenüb