Eroberung der Stadt Cuzco
Das ehemalige Machtzentrum der Inkas
Gleich nach dem Tode des Herrschers brach Pizarros Streitmacht in Richtung Cuzco auf. Am 15. November des Jahres 1533 erreichten die Eroberer erschöpft und abgekämpft die prunkvolle Inka-Hauptstadt.
Hinter ihnen lagen ein wochenlanger beschwerlicher Marsch und aufreibende Gefechte mit den im Süden stationierten Truppen der Inkas. Bei diesen Gefechten wurde Pizarros Heer von lokalen Stämmen unterstützt, die den Inkas tributpflichtig waren. Ohne deren kämpferische Hilfe wäre es für die Spanier oft nicht möglich gewesen, mit heiler Haut davonzukommen.
Als die Eroberer in das Zentrum von Cuzco vorrückten, waren sie überrascht von den vielen steinernen Gebäuden, die dort standen. In fugenloser Bautechnik waren die Häuser aus mächtigen Granitblöcken erbaut. Meist wurden diese von den Würdenträgern und Priestern der Inkas bewohnt.
Die Einwohner von Cuzco waren ihnen friedlich gesonnen und kümmerten sich recht wenig um die Fremden. Das einfache Volk bestaunte nur die ihnen völlig unbekannten Pferde, die glänzenden Rüstungen der Reiter sowie die hellen und bärtigen Gesichter der Spanier.
Nach dem gleichen Muster wie in Cajamarca ritten die Spanier auf ihren Pferden ungehindert bis zum großen Hauptplatz, an dem sich die eindrucksvollen und reich verzierten Tempelanlagen der Inkas befanden.
Die Pracht der mit Gold und Silber ausgestatteten Tempelanlagen samt ihren glitzernden Gärten versetzte die Spanier in höchstes Staunen. Von den Einwohnern erfuhren sie, dass all das Gold dem Sonnengott Inti geweiht sei; dem Vater der Sonne, Quelle des Lichts und der Wärme. Die vielen anderen Gegenstände aus Silber, die überall zu sehen waren, waren der Mondgöttin Mama Killa gewidmet, die als „Wächterin“ von den Inkas verehrt wurde.
Die ausführlichen Beschreibungen der Tempelanlagen von Cuzco durch die damaligen Chronisten sind selbst nach so langer Zeit mehr als beeindruckend.
So waren inmi