Prolog: Kaufen wir ein Zelt!
Auch heute kümmerte sich Sara um den Laden der Jägergilde.
„Ich hab mich so angestrengt, endlich diesen Ausweis zu bekommen, und jetzt mach ich trotzdem noch dasselbe wie vorher.“
Und wie üblich kamen nur vereinzelt Kunden zu ihr herüber. Heute lief zwar alles wie geschmiert, aber der Vortag und der Tag davor waren sehr anstrengend gewesen.
Sara war sich nicht sicher, wieso Ted von der Medizinergilde die beiden so hasste, aber er schikanierte sie und Allen pausenlos. Letzterer war ein freundlicher Junge, der Sara unter seine Fittiche genommen hatte, als sie ganz allein nach Rosa gekommen war.
Dass Ted es auf Sara abgesehen hatte, konnte sie noch irgendwie verstehen, immerhin war sie eine Wildfremde von außerhalb der Stadt. Aber was er gegen Allen hatte, der immer fleißig seine Aufgaben erledigte, verstand sie einfach nicht. Vor allem hätte sie nicht gedacht, dass er ihn auf diesen riskanten Auftrag außerhalb der Stadt schicken würde, wo es kein Schutzfeld mehr gab.
Auf dem Weg hatten unzählige Hornhasen gelauert, doch am Ende hatte Sara Allen eingeholt und zusammen war es ihnen gelungen, zu den Rittern aufzuschließen und ihnen die gelieferten Tränke zu übergeben.
„Ohne meine Barriere wäre es für Allen vielleicht gar nicht gut ausgegangen“, murmelte Sara und erschauderte allein bei dem Gedanken, wie sie ihn von all den Monstern umzingelt vorgefunden hatte. Letztlich konnten sie den Auftrag aber erledigen, verdienten dabei einen ganzen Haufen Geld und registrierten sich beide bei der Gilde.
Sara blickte sich kurz um und holte dann vorsichtig ihren Gildenausweis aus ihrer Tasche.
Wie oft hatte sie ihn seit gestern schon angesehen? Nun war es bereits einen Monat her, seit sie vom Teufelsberg heruntergekommen war, um Nelly in Rosa zu suchen, und endlich hielt sie ihren eigenen Ausweis in den Händen. Es war nur eine schlichte Metallkarte mit ihrem Namen darauf, die weder ihre Werte noch ihren Rang angab. Trotzdem garantierte er, dass sie in aller Ruhe in Rosa auf Nelly warten konnte.
„Drei Bentos bitte. Ach, u