„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“, sagen wir oft. Aber: Was bedeutet es, wahrhaftig gesund zu sein oder, besser noch, sich rundum gesund und glücklich zu fühlen? Genügt ein kräftiger Körper oder gehört mehr dazu? Wenn wir von echter, tiefer, allumfassender Gesundheit reden, dann ja. Drei Komponenten spielen dabei ineinander, beeinflussen sich gegenseitig, gleichen aus und schaffen Harmonie: die Gesundheit der Seele, des Geistes und des Körpers. Wir alle werden mit dem Potenzial geboren, diese Kräfte in vollem Maße zu entfalten und damit die eigene Bestimmung zu leben. Gelingt es, die eigenen Gaben, Talente, Fähigkeiten auf diesen drei Ebenen zu entfalten und auszuleben, so möchte ich von wahrhaftiger Gesundheit sprechen.
Ich persönlich erwachte erst durch meine gesundheitlichen Probleme aus einem unachtsamen Leben. Dadurch fand ich den Weg zu mir und den wesentlichen Dingen – die, wie ich feststellte, im Grunde einfach sind. Denn man braucht über das Wesentliche nicht groß zu reden, es geht vielmehr um das TUN. Meine Seele, jede Seele weiß alles, was es zu wissen gibt.
Wie bin ich zu dieser Überzeugung gelangt?
Meine Kindheit hat mich geprägt. Ich bin in einem kleinen Weiler aufgewachsen, gemeinsam mit vier jüngeren Brüdern und einigen Nachbarskindern: zwei Bauernhäuser, eine Mühle und ein Wohnhaus. Rundherum Wald, Wiesen, ein Bach und Auwald. Dort habe ich mich herumgetrieben, am liebsten allein. Stunden- und tagelang, jahrein, jahraus. Das Leben hat sich draußen abgespielt, mit all dem Schönen, Spannenden, das ich dort entdeckt habe. Die ersten zehn Jahre meines Lebens lebte ich in einer Welt, in der ich mich geborgen fühlte. Ich war allein und doch eins mit allem, was mir rundherum begegnete, angstfrei und glücklich. Ich redete mit den Bäumen, den Wurzeln und Steinen, dem Wind, der Sonne und dem Regenbogen. Alles war mir so vertraut. Überall sah ich Gnome und Wesen, a