: Anna Jeger
: Secrets of the Woods Witches and Wizards
: Books on Demand
: 9783695772094
: Secrets of the Woods
: 1
: CHF 7.00
:
: Fantasy
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Es ist nicht immer so, wie wir es gerne hätten. Die Magie geht ihren eigenen Weg und uns bleibt nichts anderes übrig, als ihr zu folgen.« Alvera ist eine Hexe und lebt zufrieden mit ihrem Kauz im Wald. Bis sie eines Tages von ihrem Freund Gobbin, ein Zwerg, ein wertvolles Geschenk bekommt. Den Stein des Lebens. Mit ihm als Zutat könnte Alvera mächtige Zauber wirken. Und das passiert ihr auch. Ganz Ausversehen braut sie den mächtigsten Zaubertrank der Welt. Den Trank ohne Namen, der seinem Erschaffer eine magische Spur anheftet. Der Trank ist heiß begehrt in der magischen Welt und so ruft die Spur, die Alvera anheftet, ihr viele Feinde auf den Plan. Neben Hexenjägern haben auch die Zauberer großes Interesse an dem Trank und so fängt der Zauberer Myrdin Alvera ein und bringt sie nach Erdenheim, dem Sitz der Zauberer, wo sie den Trank noch einmal brauen soll, denn der gnadenlose Herrscher von Erdenheim giert nach dem Trank. Er gibt Alvera sechs Tage Zeit, um ihn erneut zu brauen. Während sie versucht, die kaum zu bewältigende Herausforderung zu meistern, gerät sie immer tiefer in die Welt der Zauberer und in Myrdins Bann. Ein zauberhafter Hexenroman mit Intrigen, Geheimnissen, magischen Gefahren und einem Hauch von Liebe.

Die unter dem Pseudonym Anna Jeger schreibende Autorin wurde im Oktober 1981 in Braunschweig geboren und lebt heute auf einem Resthof mit ihren Kindern und Tieren. Schon immer haben Bücher und ihre Geschichten eine tiefe Bedeutung für die Autorin gehabt, die nach dem Abitur eine Ausbildung zur Buchhändlerin und ein Studium der Agrarwissenschaften abschloss. Nach einigen Tiefpunkten in ihrem Leben entdeckte sie den Zauber der Worte neu und begann ihre eigenen Geschichten niederzuschreiben. Anna Jeger schreibt epische Fantasygeschichten mit einem Hauch Romance. Mit der"Clanreich"-Tril gie, von der bereits zwei Bände erscheinen sind, entführt die Autorin ihre LeserInnen in eine Welt aus Elementarmagie, Zwist und Intrigen, epischen Kämpfen und neuen Freundschaften. Ein aufregendes und vielfältiges Worldbuilding ist in jedem ihrer Werke zu finden.

Der Tag, an dem ein Zauber schiefging


Der Raum war erfüllt von Magie und Kräutern. Der kleine Korallenpilz lag neben meinem Hexenbuch und aalte sich im Staub der umherwirbelnden Magie, die durch die Luft flog. Immer wieder kamen neue Tiegel mit Flechten und Bündel von Kräutern angeflogen, die sich um den Kessel auf der Feuerstelle scharten. Ich tanzte durch den Raum, lachte und sang, wie ich es immer tat, wenn ich einen Trank braute. Die Magie floss aus mir heraus und ich fühlte mich wie berauscht. Den Magentrunk, den ich brauen wollte, konnte ich an das fahrende Volk verkaufen, die auf ihren Reisen zu den Märkten der Menschen durch meinen Wald kamen. Für sie war der Trank eine willkommene Einnahmequelle und sie waren diskrete Kunden, die mich nie an die Menschen verraten würden.

»Komm schon, Kauz. Freu dich mit mir.«

Doch der kleine Kauz blickte nur stumm von dem Dachbalken herunter und plusterte sein Gefieder auf. Die lilafarbene Magie, die sich um den Kessel sammelte, brachte ihn immer mehr zum Singen und ich fiel mit in seinen Gesang ein. Ich summte die Töne tief und hohl mit. Ich liebte das Singen, während ich zauberte. Etwas, was ich schon immer gemacht habe und wofür ich schon immer wenig Wohlwollen in meinem Zirkel geerntet hatte. Die Magie wechselte ihre Energie, die um den Kessel herrschte, und alles erklang nun hoch und klar, sodass ich meine Stimme ebenfalls erhob. Die Magie wurde schneller und die Zutaten für den Trank wirbelten um den Kessel und mich herum, bis es laut krachte.

Ich keuchte in die Stille hinein, die sich wieder in meiner Hütte ausbreitete, wo auch die Luft wieder klar wurde. Ich fühlte mich wie aus einem Traum gerissen und taumelte an den Tisch, auf dem mein Hexenbuch lag. Zugeklappt. Ich hatte es nicht bemerkt in dem Rausch, der sich auf Magie, Kräutern und Hexengesang aufgebaut hatte. Nun schluckte ich schwer und versuchte, die Lage zu überblicken. Neben dem Hexenbuch war der Tisch leer. Nichts erinnerte an den Zauber, der gerade noch hier gewirkt hatte. Das Durcheinander an Kräutern, Flechten und Heilerden war verschwunden. Ein säubernder Effekt, den mein Zauber immer mit sich brachte. Das ganze Chaos, das meine Magie beim Zubereiten von Zaubertränken anrichtete, hatte sich in Luft aufgelöst. All die Kräuter und anderen Zutaten, die in den Trank gehörten, waren fort. Genauso wie der kleine Korallenpilz, der ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt war. Als ich in den Kessel blickte, erkannte ich in der tiefgelben Farbe des Trankes den kleinen Pilz wieder. Etwas Wehmut überkam mich. Er war schwer zu finden gewesen. Die Suche hatte mich Tage gekostet. Wieso hatte die M