II
Am königlichen Hofe lebte eine junge Seelentherapeutin, Melora mit Namen. Ihre Haare waren honigblond mit einem rötlichen Schein und lang bis zu der Mitte des Rückens. Meistens waren sie zu einem Zopf geflochten. Ihre Augen waren groß und leuchtend blau, von dunkel gezeichneten Brauen beschirmt. Das Gesicht war schmal mit hohen Wangenknochen, und sie hatte eine freie, hohe Stirn. Eine wahre Kindfrau! Reif und würdig mit der Süße eines Kindes. Wenn wir uns trafen, grüßte sie mich lächelnd.
Süße Melora! Mit dir möchte ich verbündet sein! Ich will mein Leben mit dir verbringen! Großäugige Melora! Deine Augen sind so klar wie Brunnen, in denen die Bläue des Himmels sich spiegelt. Wer von ihrem Strahl getroffen wird, der wird angezogen. Denn du bist sanft und gerecht. Du liebst die Tiere und förderst ihre Erhaltung, enthältst dich von tierischem Fleisch. Du bist diskret un