: Katharina Herrmann
: Reise leben II WIr haben noch nicht genug
: Books on Demand
: 9783695705627
: Reise leben
: 1
: CHF 9.80
:
: Australien, Neuseeland, Ozeanien
: German
: 374
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Auf unseren Motorrädern, mit Zelt und kleinem Budget, waren wir in zwei Jahren von Süd nach Nord über den amerikanischen Kontinent gereist. Von dieser abenteuerlichen Zeit habe ich in meinem ersten Buch"Reise leben" berichtet. Als wir in Alaska ankamen, hatten wir noch längst nicht genug von unserem Leben auf Reise! Wir beschlossen, unsere Motorräder nach Neuseeland zu verschiffen und diese wunderbare Welt weiter in westlicher Richtung zu umrunden. Neue Abenteuer und zahllose berührende Begegnungen erlebten wir in Ozeanien und auf der weiten Heimreise.Davon erzählt dieses Buch.

Nach vielen Jahren des normalen, bürgerlichen Lebens als alleinerziehende Mutter, in Norddeutschland in der ambulanten Pflege tätig, traf ich einen Menschen, der wir ich vom Reisevirus befallen war und ist. Gemeinsam begannen wir, auf unseren Motorrädern erst Europa, dann die Welt zu erobern.

2. Los gehts


Fürs Erste haben wir genug von solchen, mit Dollars zu bezahlenden, Abenteuern erlebt. Nun wollen wir Neuseeland richtig kennenlernen!

Mount Cook ist unser erstes Ziel, wenn wir denn überhaupt ein Ziel brauchen. Eigentlich wollen wir nur fahren und die gleichzeitig vertraute und doch so fremde Landschaft kennenlernen. Lake Tekapo und Lake Pukaki, beide himmelblau aus den Gletschern gespeist, wirken perfekt als Postkarten-Vordergrund zu den schneebedeckten Gipfeln im Westen. Der neuseeländische Sommer zeigt sich uns sehr freundlich mit Sonnenschein und lauem Wind, Zelten ist fast überall möglich.

Am Abend wohnen wir gegenüber dem höchsten der Berge, Mount Cook, der auf Maori Aoraki heißt, am Ufer des Lake Pukaki auf einer kleinen Halbinsel. Außer uns ist niemand hier. Der majestätische Kegel mit seinen Schneefeldern spiegelt sich auf dem glatten See im pinkfarbenen Abendsonnenschein, einige schwarze Schwäne gleiten trompetend dicht über der Wasseroberfläche an uns vorbei. Unser Logenplatz kostet nichts, außer ein paar Blutstropfen, die wir (unfreiwillig) als Tribut an die fiesen kleinen Sandfliegen abtreten.

Die Sonne weckt uns zu einem neuen Reisetag