: Sunsunsun
: Alya flüstert mir auf Russisch süße Worte zu (Light Novel): Band 5
: JNC Nina
: 9783989618053
: 1
: CHF 7.40
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: Erzählende Literatur
: German
: 328
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Nach unzähligen Jahren der Selbstgeißelung stellt sich Masachika seiner Vergangenheit und begibt sich in den Park, in dem er einst tagein, tagaus mit seiner ersten großen Liebe gespielt hatte. Schöne Kindheitserinnerungen vermischen sich mit dem bitteren Verlustgefühl, was er seit damals tief in sein Herz verbannt hatte. Dort begegnet er allerdings tatsächlich dem Mädchen von damals und er erfährt, weshalb sie damals Hals über Kopf aus ihrem Leben getreten war. Diese Begegnung stürzt ihn in ein noch größeres Gefühlschaos und es ist fraglich, ob Masachika in der Lage sein wird, sich all diesen Gefühlen, die von außen auf ihn einprasseln, aber auch seinen eigenen Gefühlen offen und ehrlich zu stellen. Und so neigen sich die Sommerferien ihrem Ende und neue Aufgaben erwarten den Jungen, der einst vor jeder Verantwortung in seinem Leben davongelaufen ist.

Prolog: Die Begegnung


„Ich dachte, dieses Mal schaffe ich es …“

„Wie kann das sein, obwohl ich so fleißig geprobt habe?“

„Schon wieder hat er den ersten Platz belegt, dabei probt er doch gar nicht so viel.“

„Mein Papa meinte, dass nur der erste Platz zählen würde und alles andere wertlos wäre. Es reicht, ich habe keine Lust mehr …“

Derlei Bemerkungen waren Masachika auch schon zuvor häufiger entgegengeschlagen, doch erst seit er vor Kurzem bei seinen Großeltern väterlicherseits eingezogen war, wurden sie ihm zum ersten Mal richtig bewusst.

„Dieses Kind schließt schon wieder die Aufführung ab? Der Bursche wird doch vom Lehrer eindeutig bevorzugt.“

„Er soll aus einer renommierten Familie stammen. Es ist also nicht so, als hätte der Lehrer eine tatsächliche Wahl.“

„Warum wurde mein Kind nicht dafür ausgewählt? Das ist doch Schiebung!“

„Seht euch nur diesen Bengel an. Können wir ihn nicht in irgendeine Hall of Fame stecken, damit er endlich aufhört? Dann hätten die anderen Kinder auch mal eine Chance …“

Er war umgeben von den Klagen all jener, deren Bemühungen ins Leere liefen. Diese gingen allerdings Hand in Hand mit Feindseligkeit und Ablehnung. Bislang hatte ihn seine eigene Familie komplett vereinnahmt, aber erst seit er aus dem Haus der Familie Suou ausgezogen war, fielen ihm diese Dinge auf.

„Menno, mit einem Genie ist das doch voll unfair.“

Das waren die Worte eines anderen Teilnehmers eines Klavierwettbewerbs, den Masachika gewonnen hatte.

Unfair … war durchaus ein passender Ausdruck. Was auch immer er tat, solange er das Gelernte für eine gewisse Zeit verinnerlichte, schnitt er stets besser als alle anderen ab. Ihm waren demnach Kummer und Rückschläge unbekannt. Weder Hürden noch verschlossene Türen kreuzten auch nur ansatzweise seinen Weg, sodass er alles, was er anpackte, mit Leichtigkeit bewerkstelligte, wofür sich andere ein Bein ausreißen mussten. Bereits in jungen Jahren beteiligte er sich an mehr außerschulischen Aktivitäten als das Durchschnittskind und bei ausnahmslos jeder davon stand er weit oben an der Spitze.

Im Schwimmkurs