: Caro Sand
: New Lendt Hamburg Urban Fantasy trifft auf historische Fantasy
: Books on Demand
: 9783695122066
: New Lendt
: 1
: CHF 7.00
:
: Fantasy
: German
: 250
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Getrennt durch Jahrhunderte, vereint durch ein Ziel: Liv und Adrian riskieren alles, um ein Leben zu retten. Liv will nur eines: ihren kranken Vater vor dem Tod bewahren. Ein Hinweis führt sie zu einem Alchemisten aus einer längst vergangenen Zeit - Fabién Gurgotte. Er allein verfügt über das nötige Wissen, ihren Vater zu retten. Zum Glück kennt sie Adrian und sein Geheimnis: Er ist der Behüter einer geheimen Zeitkuppel und stammt aus dem Berlin des 14. Jahrhunderts. Verantwortlich für das Leben der Bewohner unter der Kuppel ist er bereit, auch Liv zu helfen, zumal sie sich in sein Herz geschlichen hat. Gemeinsam fassen sie den Plan, von Berlin nach Hamburg zu reisen, um den Alchemisten Fabién Gurgotte dort aufzuspüren. Kaum in der Hansestadt angekommen, verschwindet Liv jedoch spurlos. Verzweifelt versucht Adrian, sie zu finden, sieht sich jedoch mit den Gefahren der Moderne konfrontiert. Schließlich wird er sogar von der Polizei festgenommen. Liv ist ungewollt allein in die Zeitkuppel und in die Fänge von Johannes IV von Eichenthurm, selbsternannter König über das Hamburg des 14. Jahrhunderts, geraten. Er zwingt sie, ihm Untertan zu sein. Entsetzt erfährt Liv, dass der Alchemist Gurgotte verschwunden ist und das dort von ihm erschaffene Zeitreich sich selbst überlassen hat. Wird es Adrian gelingen, die Gefahren der Moderne zu bezwingen und zu Liv zu gelangen? Können sie gemeinsam den verschwundenen Alchemisten rechtzeitig aufspüren? Die Uhr tickt - selbst wenn sie unter der Zeitkuppel stillsteht. Erlebe eine mitreißende Geschichte über Widerstand, Mut und Willensstärke. Folge Liv ins heutige Hamburg und verliere dich in den Abgründen dieser Stadt im Mittelalter. Detailverliebte Kapitelzierden und Illustrationen begleiten dich auf dieser spannungsgeladenen Reise durch die Zeit.

Caro Sand lebt in Schleswig-Holstein und bewegt sich schreibend am liebsten im Genre Fantasy und Urban Fantasy. Sie verknüpft Parallelwelten über verschiedene Pforten mit unserer Realität. In ihrer Freizeit geht sie gerne auf Wikinger-, Mittelalter- und Steampunk-Märkte. Als Waldpädagogin liebt sie es, die Teilnehmer ihrer Veranstaltungen in die Rolle heimischer Waldtiere schlüpfen zu lassen, und stößt auch dabei Tore in Parallelwelten, z. B. zu Fabelwesen, auf. Am Herzen liegt ihr der Erhalt der plattdeutschen Sprache und so erscheinen ihre Kinderbücher mehrsprachig Website: caro-sand.de

LIV


»Was hat er gesagt?«, fragte Liv ungeduldig, als Adrian am Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain zu ihr trat, und steckte ihr Handy, mit dem sie sich die Zeit vertrieben hatte, in die Hosentasche. Sie versuchte, in seinem Gesicht zu lesen. »Oh weh, du siehst bedrückt aus.« Sorge machte sich in ihr breit, während sie ihm zum Antworten Raum ließ. Schweigend setzte er sich auf den Brunnenrand. Sie ließ ihn nicht aus den Augen und setzte sich zu ihm.

»Es hat nicht funktioniert, oder? Er lässt dich nicht weg«, sagte sie enttäuscht.

Adrian, der wie an dem Tag, als er ihr das erste Mal auf dem Ku’damm aufgefallen war, in ein einfaches naturweißes, auf der Brust geschnürtes Leinenhemd und in eine Leinenhose in Erdtönen gekleidet war, seufzte und kramte in seiner ledernen Tasche herum, die er stets mit sich führte. Liv wusste, dass sich darin der Extraktor und ein paar kleinere magische Waffen, wie er es nannte, befanden. Gespannt hatte sie ihm gelauscht, als er ihr von einem Hinterhalt im Berlin des Jahres 1630 erzählt hatte, dem er nur unter Einsatz einer dieser magischen Kugeln entgangen war. Nach seiner Beschreibung würde sie diese Waffe am ehesten mit einem Feuerwerkskörper vergleichen. Aber anstelle eine dieser Kugeln förderte er stattdessen ein Schriftstück hervor und hielt es ihr hin. Liv beäugte es kritisch und nahm es zögerlich entgegen.

»Was ist das?«

Wieder seufzte er. »Das ist unser Problem.«

Liv faltete den Zettel auseinander und studierte die kryptischen Zeichen, die sich in Reihen angeordnet darauf befanden.

»Was sind das für Zeichen und wie soll dieser Text meinem Vater helfen, wieder gesund zu werden?«

»Ich habe keine Ahnung, weder was sie bedeuten noch wie man sie entschlüsseln kann. Das ist alles, was mein Herr als Hinweis über das Zeitreich in Hamburg von seinem Vetter bekommen hat und es ist unsere einzige Spur zu dem Alchemisten, der hoffentlich das rückgängig machen kann, was ich deinem Vater angetan habe.« Adrian senkte den Blick und wirkte betroffen.

»Ach, Adrian. Das hast du doch nicht mit Absicht getan un