: Ludger Christian Albrecht
: Lyrik 2021 - 2025 Vernunft, Liebe& Hoffnung
: Books on Demand
: 9783695791712
: & Gefangene Worte
: 1
: CHF 7.90
:
: Lyrik
: German
: 496
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Meine Lyrik aus der frühen dritten Freiburger Episode - Vernunft, Liebe& Hoffnung. Texte die zum Teil auch aus der Inspiration meines Literaturkreises"Moving Words" entstanden sind.

In Neuwied am Rhein geboren, in Rengsdorf, im rheinischen Westerwald aufgewachsen. Studium zum Bibliothekar in Köln. Vater zweier Kinder, Leben und Wirken seit 2001 in Freiburg im Breisgau.

LYRIK 2021 - 2023


Raus aus der Dunkelheit!

Finden wir zurück ins Licht?

Lernen wir aus dem Verlust?

Träumen wir weiter?

Es gibt immer mehr zu retten,

als die eigene Welt.

Aber auch nie weniger …

Wir fiebern der Freiheit entgegen,

aber wollen auch überleben.

Das ist eine unmenschliche Aufgabe beinah,

denn das Schweigen ist uns so nah.

Was können wir sagen, tun, ertragen noch?

Was wollen wir wagen und leben doch?

Den festen Blick auf die Schönheit, die in der Dunkelheit verborgen.

Mit einer Leidenschaft die uns befreit!

Schritt für Schritt.

Wer macht mit?

Traumbilder

Was wir in uns selbst sehen,

ist der Spiegel, den wir auf andere richten.

Was wir in uns selbst spüren,

ist das Gefühl, das wir von anderen zeichnen.

Doch es ist nie genug,

wir träumen immer von mehr …

Davon schöner zu sein, gut und rein.

Aber unsere Wirklichkeit ist ein Kampf,

ein stetes Unwohlsein in der Haut,

in der wir stecken.

Dort kann uns nur die Liebe entdecken.

Sie wird etwas in uns erwecken,

was wir gar nicht sein wollen,

was wir nie ahnten von uns.

Etwas voll Mut, Schönheit

und Leidenschaft,

was sonst nie den Sprung

aus unseren Träumen schafft.

Doch das ist möglich und wahr,

wenn man nur für den Moment,

alle Regeln und Zwänge verdrängt

und in sich fühlt nur die wahre Natur,

Mensch sein,

Frau und Mann einfach nur.

Bewegungslos

Sie sagen uns was uns schützt,

vielleicht auch was uns zu überleben nützt.

Die Einschläge kommen näher,

doch wir rollen mit den Augen

und wollen die Gefahr nicht glauben.

Wer nur zuhause sitzt,

fühlt sich ebenso unnütz.

Besonders wenn andere dürfen.

Gerecht ist dieser Schutz also nicht.

Wir wollen selber entscheiden,

worunter wir leiden.

Da ist diese Situation nicht anders,

nur bewusster uns allen.

Wir schleudern schon immer durchs Leben,

mit Vollgas, voll Drogen und Risiko eben.

Das ist es was wir vermissen,

besonders die alleine sind,

die vom Leben leben,

die Alle nach Erfüllung,

nach einem Sinn darin streben.

Wir alle müssen uns bewegen,

damit wir merken, dass wir …

in Wahrheit doch schweben.

Verletzte Seelen

Ich weiß was ich getan habe,

Ich kenne meine Schuld.

Ich kenne meine Sucht und Ungeduld.

Ich spüre die Kälte in mir.

Die Falschheit und Unehrlichkeit.

Irgendwo ist diese Natur

in der Einsamkeit entstanden.

Im Leiden der Kinderseele,

alleine und unverstanden.

Obwohl doch von Liebe umgeben,

bin ich dem Fluch der bösen Gedanken erlegen.

Der Verzweiflung der Seele,

dem falschen Humor,

der Sehnsucht danach ein anderer zu sein.

Nicht so unbedeutend und klein.

Ein großer Dichter, ein Philosoph,

keiner der scheitert, so oft …

Ich kenne also wahrlich gut,

die Fegefeuer in denen jeder von uns verglüht.

Die Seele lebt, weil wir sie erfinden,

mit all unseren Zweifeln und dem trügerischen Selbst,

das wir an ihr fest binden.

Wir verletzten sie, jeden Tag

und nehmen in unsere Hölle eben gerne,

andere Seelen mit.

Darum, was wir auch tun oder lassen,

wir werden uns dafür, immer hassen.

In uns

Ganz tief drin,

ist da ein Selbst,

was mit uns im Licht steht,

was uns erwärmen kann,

was mit uns Leidenschaft lebt.

vollkommen rein in uns,

klar und ehrlich,

unverwundbar schön,

wenn wir es nur würden sehen.

Im Wirbel der Zeit

Wo steuert die Welt hin,

jeder scheint mit sich beschäftigt,

macht es anders, keiner richtig.

Das ist alleine das Problem,

keiner will später zu seinen Entscheidungen stehen,

ihr werdet sehen.

Aber könnten wir es anders, besser,

wäre alles schlimmer, weniger,

würden wir es wagen,

alles anders zu machen,

die vielen Opfer zu ertragen?

Wahrscheinlich sind nur Menschen,

so unheimlich kaltblütig,

wir haben es schon zu oft erlebt.

Macht, sich selbst nicht reflektiert,

wer zögert, verliert.

Wir sind die Opfer, machtlos,

im Wirbel der Zeit.

Nur was kommt danach,

das wenigstens unsere Kinder befreit?

Vielleicht immerhin etwas Demut,

vor der endlichen Wirklichkeit.

Tau

Es tropft und ist im Sprung,

atemlos ist der Frühling im kommen,

zwischen Eiseskälte und Zeitweise-sonnen.

Die Verzweiflung des Winters weicht,

alle sehnen sich nach Berührung, Verführung,

jedes Jahr ist das doch gleich.

Dann sind alle Vorsätze vergessen,

die Biologie in uns ist wie besessen.

Nur einige bleiben trotzdem, vertrocknet stehen.

Wollen immer nur, was eigentlich gegen die Natur.

Sie leiden und zweifeln auch im neuen Jahr nur.

Ich hingegen entscheide mich lieber,

für das pralle Leben,

auch wenn ich es dafür vielleicht,

früher werde hergeben.

Das liebe ich nicht an euch …

wenn ihr nur nach dem Leben strebt das die Gesellschaft Euch vorlebt.

wenn ihr nur sein wollt wie andere sind.

wenn ihr Vernunft über Gefühle lehrt.

wenn ihr Euch einredet, das was ihr spürt sei nichts auf Dauer wert.

wenn ihr Sicherheit vor Freiheit stellt.

oder wenn ihr Freiheit statt freier Verbundenheit wählt.

wenn ihr nur auf andere hört und auf falsche Propheten und Gurus schwört.

wenn ihr lieber verzichtet als zu genießen.

wenn ihr im Sex nicht die Tiefe erkennt, die Euch vom oberflächlichen Alltag trennt.

wenn ihr im Kuss nicht die Magie spürt, die Euch befreit von der Einsamkeit.

wenn ihr Eure Leben nur leidet, weil ihr Euch nicht für die Leidenschaft entscheidet.

wenn ihr immer alles negativ interpretiert, statt positiv euch verändern zu lassen, von dem was Euch berührt.

wenn ihr Eure Träume nicht lebt, weil die Angst zu scheitern immer über Euch schwebt.

wenn ihr nur an Euch selbst denkt, nie lange dem Wir Eure Liebe schenkt.

Das alles ist leider real und verhindert in jedem Miteinander,

den Ausbruch aus dem Teufelskreis der verlogenen Moral.

… ja, das liebe ich an Euch einfach nicht,

so banal das auch ist.

Es ist jetzt Müdigkeit genug

Die Mühle des Lebens,

dreht sich so oft vergebens.

Das Radio spielt, Licht fehlt.

Regen fällt, Ungeduld im Bauch.

Verloren, gefunden.

Kaum zu glauben.

Wie ein blinder Ritter,

Bücherfresser,

Im Zeichen der Träume.

Auf dem Prüfstein,

im Sternenbett.

Halt ich den Zug an

mit bloßem Willen.

Und die Musik spielt,

immer weiter durch rosa Brillen …

Regen, Regen, Regen …

Manche suchen nicht das Glück.

Nicht das mehr, nicht das Meer,

nicht das miteinander.

Suchen nichts, wissen nichts,

ertragen das Leben nur.

Manche sind wie der Regen,

sie existieren und wollen nicht leben.

Manche sind wie der Regen,

sie laufen nur, ergießen sich in Tränen,

Sind nicht aktiv, nur passiv eben.

Manche verstecken ihre Gefühle,

hinter dunklen Wolken und Rauschen.

Sie können nur auf sich selber lauschen.

Sie kommen nie aus dem Regen,

auch Sonne und Leichtigkeit,

sie niemals befreit.

Denn sie sind starr vor Unbeweglich-keit.

Schnee, Schnee, Schnee …

Eiseskälte draußen und drinnen.

Es ist kein Entrinnen …

Die Natur ist ein Spiegel unseres Gemütes nur.

Ein Kanzlerin will den Virenkrieg gewinnen.

Doch sie verliert ihr Volk,

denn die Freiheit ist ein übler Kobold.

Sie tanzt in uns wild, gerade jetzt,

über ihr Eingesperrtsein entsetzt.

Und zugleich suchen wir erschöpft,

nach den starken Armen, dem Busen dem warmen,

an den wir uns drücken, lehnen, ein Herz zum Erbarmen.

Warum nur geben wir es immer zu schnell auf,

flüchten im raschen Lauf, durch das Jahr.

Jedes Jahr die gleichen Strecken sich endlos

vor uns erstrecken.

Ziellos bestückt mit Hecken, hinter denen wir

unsere Gefühle verstecken.

Im Winter kommt noch der Schnee dazu

und alle traurigen Herzen erfrieren im nu.

Euer...