Mutter Österreicherin, Vater Brite. Gitta Rupp bezeichnet sich als Kollateralschaden des Zweiten Weltkrieges - ein Besatzungskind. Die Mutter als Engländer-Flittchen diskriminiert, in ständiger Armut, behördlich herabwürdigend kontrolliert, aber ohne jegliche Unterstützung, muss sich mit dem Engländerkind und dessen älteren Geschwistern durchwursteln. Die Autorin zeichnet das Portrait einer Zeitgeschichte von den Bombenruinen der Nachkriegszeit bis zum Zeitalter des allgegenwärtigen Internets aus dem Blickwinkel einer Tochter, die zeitlebens nach dem Vater 'Nirgendwo' sucht.
Gitta Rupp, geboren 1946, arbeitet heute als psychosoziale Beraterin, als Trainerin für Deutsch als Fremdsprache und als Schreiberin. Sie ist ehrenamtlich in der Flüchtlingsbegleitung aktiv und engagiert sich seit Jahrzehnten für den Umweltschutz. Die Lebensstationen im Rückblick zeigen sie als Bio-Weinbau-Pionierin in der Steiermark, in Norddeutschland als Lehrerin studiert über den zweiten Bildungsweg, in sehr frühen Jahren in Graz als Mutter von drei Kindern, als Drogerielehrling, als Hauptschülerin, als Kleinkind zwischen Kinderheim, Pflegeplatz und Krankenhaus, aber auch bis zum dritten Lebensjahr als gut versorgtes Kind einer freundlichen Mutter und als verleugnetes Kind eines britischen Besatzungssoldaten. |