: Ingrid Thörnqvist
: Beruf: Königin Wie Königin Silvia von Schweden die Welt verändert
: Hummelshain Verlag
: 9783910971394
: 1
: CHF 9.70
:
: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Beruf: Königin Seit 1976 steht die in Heidelberg geborene Silvia an der Seite von König Carl XVI. Gustaf im Licht der Öffentlichkeit. Die Welt kennt sie aus Nobelbanketten und Staatsbesuchen - doch nur wenige wissen, wie sie ihre Rolle jenseits höfischer Repräsentation mit Inhalt füllt. Die schwedische Journalistin Ingrid Thörnqvist hat die Königin ein Jahr lang in ihrem Arbeitsalltag begleitet und zeigt, wie Silvia ihren besonderen Handlungsspielraum nutzt, um Themen voranzubringen, die ihr am Herzen liegen: den Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt, die Verbesserung der Demenzpflege und die Bedeutung verlässlicher erwachsener Bezugspersonen für Jugendliche. Mit persönlichen Begegnungen, Interviews und seltenen Einblicken hinter die Kulissen entsteht das Porträt einer Frau, die Herkunft, Erfahrung und Stimme nutzt, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ein nahes, kluges Reportagebuch über eine außergewöhnliche Rolle und eine bemerkenswerte Persönlichkeit.

Ingrid Thörnqvist ist eine der profiliertesten Auslandskorrespondentinnen Schwedens. Viele Jahre berichtete sie für das schwedische Fernsehen (SVT) aus Deutschland und Mitteleuropa und gilt als ausgezeichnete Kennerin der deutsch-schwedischen Beziehungen. Sie ist Autorin mehrerer Reportage- und Sachbücher und wurde für ihre journalistische Arbeit ausgezeichnet. Für dieses Buch begleitete sie Königin Silvia so nah wie nie zuvor eine Journalistin.

Kein Blasorchester in Östersund


Flughafen Bromma bei Stockholm.

Ich schaue mich um – keine typischen Journalisten, keine Kamerataschen. Es wird wohl nur lokale Berichterstattung über den Besuch des Königspaares in Östersund geben.

Der Schneesturm legt zu.

Ich lese das Programm von »DD.MM.«, ihren Majestäten. Sie wollen sich informieren, wie die Region Jämtland von der Pandemie betroffen war – es ist das letzte der 21 Verwaltungsbezirken, das zu diesem Thema königlichen Besuch erhält. Ich sehe, dass im Programm zwischen zwei Terminen – von 17.30 bis 19.00 Uhr – »eigene Zeit in der Residenz vor dem Abendessen« vorgesehen ist. Was machen sie da wohl? Schuhe wegkicken, sich aufs Bett werfen, auf Facebook scrollen? Hält der König ein Nickerchen, während die Königin Unterlagen studiert? Stehen sie vorm Spiegel und üben die Tischrede?

Journalismus ist die Kunst, so schnell wie möglich zu spät zu kommen, denke ich, als mir klar wird, dass ich es nicht zu allen Programmpunkten in Östersund schaffen werde. Vielleicht zu den Rundtischgesprächen im Krankenhaus, bei denen eine Krankenschwester und eine Pflegehelferin teilnehmen. Das könnte interessant werden. Danach ist Mittagessen im Kr