Kein Blasorchester in Östersund
Flughafen Bromma bei Stockholm.
Ich schaue mich um – keine typischen Journalisten, keine Kamerataschen. Es wird wohl nur lokale Berichterstattung über den Besuch des Königspaares in Östersund geben.
Der Schneesturm legt zu.
Ich lese das Programm von »DD.MM.«, ihren Majestäten. Sie wollen sich informieren, wie die Region Jämtland von der Pandemie betroffen war – es ist das letzte der 21 Verwaltungsbezirken, das zu diesem Thema königlichen Besuch erhält. Ich sehe, dass im Programm zwischen zwei Terminen – von 17.30 bis 19.00 Uhr – »eigene Zeit in der Residenz vor dem Abendessen« vorgesehen ist. Was machen sie da wohl? Schuhe wegkicken, sich aufs Bett werfen, auf Facebook scrollen? Hält der König ein Nickerchen, während die Königin Unterlagen studiert? Stehen sie vorm Spiegel und üben die Tischrede?
Journalismus ist die Kunst, so schnell wie möglich zu spät zu kommen, denke ich, als mir klar wird, dass ich es nicht zu allen Programmpunkten in Östersund schaffen werde. Vielleicht zu den Rundtischgesprächen im Krankenhaus, bei denen eine Krankenschwester und eine Pflegehelferin teilnehmen. Das könnte interessant werden. Danach ist Mittagessen im Kr