: Johann Wolfgang von Goethe
: Edmond Bronstein
: Die Leiden des jungen Werther Vollständige klassische Ausgabe - Der berühmte Briefroman des Sturm und Drang
: Books on Demand
: 9783695704460
: 1
: CHF 3.00
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: Hauptwerk vor 1945
: German
: 142
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Leiden des jungen Werther ist einer der bedeutendsten Briefromane der Weltliteratur und ein Schlüsselwerk der Epoche Sturm und Drang. In kraftvollen, eindringlichen Briefen schildert Goethe die unerfüllte Liebe Werthers zu Charlotte eine Leidenschaft, die ihn mehr und mehr in Verzweiflung, Sehnsucht und inneren Aufruhr führt. Dieses Werk prägte eine ganze Generation und löste bei seiner Veröffentlichung 1774 wahre literarische Erschütterungen aus. Bis heute gilt der Roman als eine der tiefsten psychologischen Darstellungen jugendlicher Empfindsamkeit, menschlicher Leidenschaft und tragischer Selbstzerrissenheit. Diese klassische Ausgabe bietet den vollständigen Text in hochwertiger Typografie und eignet sich sowohl für Schüler und Studierende als auch für Liebhaber deutscher Literatur. Ein zeitloses Meisterwerk, das noch immer bewegt, inspiriert und zu neuem Nachdenken führt. Kaufen Sie dieses Buch und bereichern Sie Ihre klassische Sammlung noch heute.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war Dichter, Staatsmann, Naturforscher und einer der einflussreichsten Autoren der deutschen Literatur. Sein Werk prägt die Epoche des Sturm und Drang, der Weimarer Klassik und die gesamte europäische Kulturgeschichte. Mit Werken wie Die Leiden des jungen Werther, Faust, Wilhelm Meisters Lehrjahre und seiner Lyrik schuf Goethe Texte von weltweiter Bedeutung. Sein außergewöhnliches Sprachgefühl, seine psychologische Tiefe und seine philosophische Weitsicht machen ihn bis heute zu einer zentralen Figur der Weltliteratur. Goethes Werk wird weltweit gelesen, erforscht und neu interpretiert - ein Autor, der Generationen überdauert und dessen Gedanken bis in die Gegenwart hineinwirken.

Erstes Buch


Was ich von der Geschichte des armen Werther nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, daß ihr mir's danken werdet. Ihr könnt seinem Geist und seinem Charakter eure Bewunderung und Liebe, seinem Schicksale eure Tränen nicht versagen.

Und du gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden, und laß das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschick oder eigener Schuld keinen näheren finden kannst.

Am 4. Mai 1771


Wie froh bin ich, daß ich weg bin! Bester Freund, was ist das Herz des Menschen! Dich zu verlassen, den ich so liebe, von dem ich unzertrennlich war, und froh zu sein! Ich weiß, du verzeihst mir's. Waren nicht meine übrigen Verbindungen recht ausgesucht vom Schicksal, um ein Herz wie das meine zu ängstigen? Die arme Leonore! Und doch war ich unschuldig. Konnt' ich dafür, daß, während die eigensinnigen Reize ihrer Schwester mir eine angenehme Unterhaltung verschafften, daß eine Leidenschaft in dem armen Herzen sich bildete? Und doch – bin ich ganz unschuldig? Hab' ich nicht ihre Empfindungen genährt? Hab' ich mich nicht an den ganz wahren Ausdrücken der Natur, die uns so oft zu lachen machten, so wenig lächerlich sie waren, selbst ergetzt? Hab' ich nicht – o was ist der Mensch, daß er über sich klagen darf! Ich will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bißchen Übel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige genießen, und das Vergangene soll mir vergangen sein. Gewiß, du hast recht, Bester, der Schmerzen wären minder unter den Menschen, wenn sie nicht – Gott weiß, warum sie so gemacht sind! – mit so viel Emsigkeit der Einbildungskraft sich beschäftigten, die Erinnerungen des vergangenen Übels zurückzurufen, eher als eine gleichgültige Gegenwart zu ertragen.

Du bist so gut, meiner Mutter zu sagen, daß ich ihr Geschäf