Die Präsentation für eine Marketingstrategie eines neuen wichtigen Kunden verlief reibungslos. Das war auch nicht weiter verwunderlich, schließlich hatte ich mich wochenlang mehr als gründlich darauf vorbereitet. Meine Stimme war ruhig, jede Bewegung und jeder Fingerzeig auf die Unterlagen präzise und im richtigen Augenblick. Eigentlich sollte ich mich gut und siegessicher fühlen, doch in mir war noch immer dieses Unbehagen. Der Traum war immer noch präsent. Dieses beklemmende Gefühl einer Bedrohung hatte mich in seinen Fängen.
Ein Kollege stellte mir eine Frage, die ich wie aus der Pistole geschossen völlig souverän beantworten konnte. Doch da war so ein leichtes Zittern in meinen Händen. Für die anderen war das nicht wahrnehmbar, doch ich konnte es deutlich spüren.
Da war so eine unterschwellige Unsicherheit in mir, die ich einfach nicht abschütteln konnte. Natürlich war mir deutlich bewusst, um welche beiden Männer sich mein Traum gedreht hatte. Doch dieses Bewusstsein machte alles nur noch komplizierter.
Plötzlich klatschten alle im Besprechungsraum und jeder gratulierte mir zu meiner genialen Vorführung. Bei den ersten Klatschgeräuschen hatte ich mich erschrocken, wahrscheinlich weil ich gedanklich gerade auf dem Waldboden kniete. Mit einer angedeuteten Verbeugung bedankte ich mich für die mir gewährte Aufmerksamkeit, während ich die ausgebreiteten Unterlagen vor mir auf dem Tisch auf einen Stapel zusammenraffte, um sie in meiner Mappe zu verstauen. Ich war heilfroh, mich endlich setzen zu können, denn die Unruhe in mir schien sich immer mehr auszuweiten und immer tieferen Besitz von mir zu ergreifen.
›Verdammt, Mari