: Sangharakshita
: Buddhawege e.V.
: Sehen, wie die Dinge sind Der Achtfältige Pfad des Buddha
: Books on Demand
: 9783695703944
: 1
: CHF 8.80
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: Weitere Religionen
: German
: 180
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Lehre des Buddha zeigt den Weg zum vollkommen bewussten - erleuchteten- Menschen. Der Edle Achtfältige Pfad ist die wohl bekannteste Beschreibung dieses Weges. Wer kennt nicht jene Augenblicke, in denen ein besonders schöner Sonnenuntergang, eine bewegende Melodie, ein paar Worte aus einem Buch oder der Tod eines geliebten Menschen in uns eine Ahnung einer verborgenen Wahrheit, eines tieferen Lebenssinns wecken? Die Lehre vom Achtfältigen Pfad fordert uns dazu auf, solche Momente ernst zu nehmen und zeigt einen praktischen Weg, alle Aspekte des Lebens im Licht dieser Erfahrungen zu transformieren. Sangharakshitas lebensnahe Darstellung lässt keinen Zweifel daran, dass spirituelle Entwicklung hier und jetzt geschehen kann und muss - in jedem Augenblick des Lebens.

Urgyen Sangharakshita - bürgerlich Dennis Lingwood - wurde 1925 in London geboren und verstarb 2018 in Adhisthana in Herefordshire, Großbritannien. Als junger Mann lebte er in Indien, wo er über zwanzig Jahre den Buddhismus unter Lehrern verschiedener Traditionen (Theravada, Mahayana und Vajrayana) übte und studierte. 1967 kehrte er nach England zurück und gründete die"Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens", die sich später umbenannten zu"Buddhistische Gemeinschaft Triratna". Triratna ist heute eine internationale Bewegung mit Zentren in der ganzen Welt. Sangharakshita zählt zu den wichtigsten Lehrern des Buddhismus im Westen und ist als Autor zahlreicher Bücher bekannt. Er verstand sich vor allem als"Übersetzer" - zwischen Ost und West, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Prinzipien und Methoden. Seine Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt.

Der weltliche und der transzendente Pfad


Vorbemerkung des Autors zur zweiten deutschen Auflage

Die acht Vorträge über den Edlen Achtfachen Pfad des Buddha, die dem vorliegenden Buch zugrunde liegen, wurden 1968 in London gehalten. Seitdem werden sie – zunächst als Einzelhefte in der SchriftenreiheMitratā, später in Buchform unter dem TitelSehen, wie die Dinge sind – von Menschen, die sich ernsthaft mit Buddhismus beschäftigen, eingehend studiert, besonders im Kreis der Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens (FWBO). Kürzlich wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Aussagen auf S. 23f hinsichtlich der unterschiedlichen Weise, auf die der Pfad der Schauung sich verschiedenen Menschen eröffnen kann, im Denken mancher Schüler zu Verwirrung geführt hat. Es wurde angeregt, den Unterschied zwischen dem weltlichen und dem transzendenten Pfad in einer Anmerkung zu erläutern und auf diese Weise die Verwirrung zu klären.

Im vorliegenden Buch wird dieser Unterschied zwar nicht wirklich ausdrücklich formuliert, doch implizit ist er durchgängig vorhanden. Worin dieser Unterschied besteht, habe ich inBuddhadharmaAuf den Spuren des Transzendenten genau ausgeführt, wo es nach der Beschreibung der aufeinander aufbauenden Schritte und Stufen des Achtfältigen Pfades heißt:

Jeder der oben genannten acht Abschnitte ist wiederum zweifältig und entspricht darin den beiden Arten von Menschen, die ihn üben können. Wird er von den Heiligen geübt – den so genanntenāryas, von denen es vier Arten gibt –, dann spricht man vom überweltlichen (lokottara) oder transzendenten Achtfältigen Pfad. Wird er von Nichtāryas – denpṛthagjanas (Pāliputhujjanas) oder Weltlingen – geübt, dann nennt man ihn den weltlichen (laukika) Achtfältigen Pfad. Der Kern dieser Unterscheidung liegt in der Verschiedenartigkeit einer Tugend, die mehr oder weniger erfolgreich bewusst und vorsätzlich als eine Schulung geübt wird, und einer Tugend, die der natürliche Ausdruck oder spontane Aus