Der weltliche und der transzendente Pfad
Vorbemerkung des Autors zur zweiten deutschen Auflage
Die acht Vorträge über den Edlen Achtfachen Pfad des Buddha, die dem vorliegenden Buch zugrunde liegen, wurden 1968 in London gehalten. Seitdem werden sie – zunächst als Einzelhefte in der SchriftenreiheMitratā, später in Buchform unter dem TitelSehen, wie die Dinge sind – von Menschen, die sich ernsthaft mit Buddhismus beschäftigen, eingehend studiert, besonders im Kreis der Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens (FWBO). Kürzlich wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Aussagen auf S. 23f hinsichtlich der unterschiedlichen Weise, auf die der Pfad der Schauung sich verschiedenen Menschen eröffnen kann, im Denken mancher Schüler zu Verwirrung geführt hat. Es wurde angeregt, den Unterschied zwischen dem weltlichen und dem transzendenten Pfad in einer Anmerkung zu erläutern und auf diese Weise die Verwirrung zu klären.
Im vorliegenden Buch wird dieser Unterschied zwar nicht wirklich ausdrücklich formuliert, doch implizit ist er durchgängig vorhanden. Worin dieser Unterschied besteht, habe ich inBuddhadharma –Auf den Spuren des Transzendenten genau ausgeführt, wo es nach der Beschreibung der aufeinander aufbauenden Schritte und Stufen des Achtfältigen Pfades heißt:
Jeder der oben genannten acht Abschnitte ist wiederum zweifältig und entspricht darin den beiden Arten von Menschen, die ihn üben können. Wird er von den Heiligen geübt – den so genanntenāryas, von denen es vier Arten gibt –, dann spricht man vom überweltlichen (lokottara) oder transzendenten Achtfältigen Pfad. Wird er von Nichtāryas – denpṛthagjanas (Pāliputhujjanas) oder Weltlingen – geübt, dann nennt man ihn den weltlichen (laukika) Achtfältigen Pfad. Der Kern dieser Unterscheidung liegt in der Verschiedenartigkeit einer Tugend, die mehr oder weniger erfolgreich bewusst und vorsätzlich als eine Schulung geübt wird, und einer Tugend, die der natürliche Ausdruck oder spontane Aus