Mentale Stärke. Viele reden darüber, wenige definieren sie klar, und fast jeder Schütze hat seine ganz eigene Vorstellung davon. Für die einen ist mentale Stärke die Fähigkeit, unbeeindruckt wie ein Stein im Wind zu stehen. Für andere ist sie diese geheimnisvolle Mischung aus Ruhe, Fokus und unerschütterlicher Selbstsicherheit. Und wieder andere glauben, mentale Stärke sei etwas, das nur Spitzenschützen oder Gurus besitzen. Die Wahrheit? Mentale Stärke ist nichts Mystisches. Sie ist erlernbar, trainierbar und – das ist die beste Nachricht – sie steckt bereits in dir. Man muss sie nur freilegen, formen und sinnvoll einsetzen.
In diesem Kapitel schauen wir uns ganz entspannt, aber gründlich an, was mentale Stärke wirklich ausmacht, warum sie im Auflageschießen von so gewaltiger Bedeutung ist und wie du sie Stück für Stück aufbaust. Dabei bleibt es locker, ehrlich und verständlich – so, als würden wir gemeinsam am Schießstand stehen und du fragst: „Kai… warum ist mein Kopf eigentlich so ein Chaot?“ Die Antwort folgt hier.
Mentale Stärke wird oft missverstanden. Manche denken, es sei der Zustand völliger Stille und makelloser Gelassenheit – als wäre man ein meditierender Mönch im Schützenkittel. Andere stellen sich darunter eine Art mentale Abriegelung vor: keine Emotionen, keine Zweifel, nur eiskalte Präzision.
Aber mentale Stärke istkeine Gefühlslosigkeit. Und schon gar kein stoisches Wegdrücken aller Gedanken. Mentale Stärke bedeutet viel eher: