: Peter Bur
: Vom Krieg verweht Darkhanium Band 9
: Books on Demand
: 9783695790203
: Darkhanium
: 1
: CHF 7.90
:
: Fantasy
: German
: 510
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Midstrom ist gefallen. Die Hauptstadt der Lokirer wurde von den Zentauren und ihren Verbündeten erobert. Die Gefährten wurden während der Kriegswirren getrennt. Einige Helden konnten sich mit einem Zauber aus der besetzten Stadt stehlen. Doch die Versetzung missglückte, und so findet sich die Gruppe in einem verwunschenen Moor wieder, dessen tückischen Bedrohungen sie nur mit unerwarteter Hilfe entrinnen können. Doch ihr weiterer Weg ist nicht minder steinig und gefährlich und führt sie mitten durch das von den grausamen Pferdemenschen besetzte und verwüstete Hinterland. Auf ihrem Weg zurück in die Zivilisation machen sie neue Begegnungen und müssen sich zahlreichen Herausforderungen stellen. Doch auch im umkämpften Grenzgebiet, erwartet sie Ungemach, denn der Krieg wütet weiter, und Gerüchte werden laut, dass der Schwarze Baron von Kommorra in Lokirien sein Unwesen treibt, um dem Dunklen Feind zu einem entscheidenden Sieg zu verhelfen. Gelingt es den Helden, die erbittert sich wehrenden Lokirern mit ihren besonderen Fertigkeiten zu unterstützen und dem Vormarsch des Feindes Einhalt zu gebieten? Und welche Aussichten haben sie noch, ihr prophezeites Schicksal zu erfüllen, wenn ungewiss bleibt, ob ihre Gefährten den Fall von Midstrom überlebt haben?

Geboren in Biel in der Schweiz, arbeitet er in seiner Freizeit seit 1998 an der Erschaffung seines Fantasy Romanzyklus Darkhanium. Er ist verheiratet und lebt mit Frau und Kind in Ipsach, nahe Biel.

Kapitel 1


„Bei Voromals schwarzer Höllenbrut!“, fluchte Torac Norrik herzhaft auf, als sein Stiefel einmal mehr im schwarzen Morast des tückischen Untergrundes versank und darin stecken blieb. „Das darf doch einfach nicht wahr sein! Gibt es denn keinen sicheren Ausweg aus diesem stinkenden und von allen Göttern verlassenen Flecken Land?“

Joran hielt neben seinem aufgebrachten Jugendfreund inne, der knurrend und schimpfend sein linkes Bein aus dem faulig riechenden Moorloch zu zerren versuchte, in das es fast drei Handbreit tief eingesunken war. Für gewöhnlich hätte der junge Ritter eine fast kindische Schadenfreude empfunden, seinen seit vielen Stunden unaufhörlich zeternden Gefährten abermals in eine verborgene Schlammfalle treten zu sehen; doch auch an ihm waren die ständigen Rückschläge und enttäuschten Erwartungen der vergangenen Tage nicht vorübergegangen, ohne ihre hässlichen Spuren zu hinterlassen, sodass ihm das Unglück des ständig murrenden und jammernden Himmelsritters längst kein neckisches Vergnügen mehr bereitete. Vielmehr ärgerte er sich zunehmend über dessen Unaufmerksamkeit, die ihn immer wieder von neuem in müssige Missgeschicke tappen liess.

„Lass mich dir helfen, Rac“, anerbot er sich trotz allem höflich und legte eine Hand auf die verkrampfte Schulter seines Freundes.

Torac aber wusste seine Geste nicht zu würdigen und, wütend wie er war, schlug er Jorans dargebotene Hand zur Seite. „Du brauchst nicht immer gleich herbeizuspringen wie eine fürsorgliche, alte Glucke, wenn dieser vermaledeite sumpfige Untergrund einmal mehr danach trachtet, meine Füsse zu verschlingen, verflucht!“, fauchte der blonde Sepharier seinen Freund über die Schulter hinweg an. „Ich bin kein kleines Kind mehr, das immerzu umsorgt und verhätschelt werden muss. Ich weiss mir sehr wohl selbst zu helfen, darum lass mich in Frieden.“

Verdrossen wich Joran ein wenig zurück und verkniff sich einen bissigen Kommentar, da er e