Ich öffnete die gläserne Tür, die hinaus in den prunkvollen Palastgarten führte und huschte geräuschlos durch die schon bald endende Nacht.
Am Ende des Palastgartens stand die riesige Statue, die zu Ehren an König Aurin angefertigt wurde und bereits etwas bröcklig und moosig war. Der Palastgarten und die Statue befanden sich auf einem langen balkonartigen Plateau aus weißem Marmor, von dem aus man ganz Illvaris im Blick hatte. Direkt unter dem Plateau befand sich der große goldene Palasteingang, der von unzähligen dafür ausgebildeten Männern des Königreichs bewacht wurde. Die Wächter von Illvaris bewohnten die vielen kleinen Häuser und Hütten rund um den Palast, der von einer großen Steinmauer umgeben war. Zu den Wächtern zählten die Wachmänner des Palastes mit ihren Familien, die Heilerinnen und auch die ehemaligen Botschafter, die nun seit bereits fünfzig Jahren nicht mehr in das andere Königreich entsandt wurden. Auch der Markt- und Schauplatz des Königreichs befand sich innerhalb der königlichen Gemäuer.
Außerhalb der hohen Mauer lagen lediglich die zu bewirtschaftenden Felder, Wiesen und das gemeine, sterbliche Volk von Illvaris, das ebenso unter dem Schutzdes Königreichs stand und das