: Simon Bohrmann
: Jenseits der Märchen Im Schatten der Wahrheit
: Books on Demand
: 9783695130412
: Jenseits der Märchen
: 1
: CHF 5.50
:
: Fantasy
: German
: 130
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Jenseits der Märchen - Der Schatten der Wahrheit Der Journalist Daniel glaubt an Fakten, nicht an Märchen - bis er in den Bann eines geheimnisvollen Apfels gezogen wird, der ihn mit der Welt der Grimmschen Geschichten verbindet. Plötzlich sind der Froschkönig, der böse Wolf und andere Gestalten keine Kindheitslegenden mehr, sondern gefährliche Realitäten. Als Daniel gegen den finsteren Schattenwolf kämpft, muss er erkennen, dass die Grenze zwischen den Welten brüchiger ist, als er je ahnte. Gemeinsam mit der rätselhaften Helena und dem zwielichtigen Victor Grauwolf begibt er sich auf eine Reise voller Prüfungen, düsterer Wälder und uralter Kräfte. Dabei steht nicht weniger auf dem Spiel als das Gleichgewicht zwischen Realität und Märchenwelt - und Daniels eigene Identität als neuer Hüter dieser Geschichten. Ein atmosphärisch dichter Fantasyroman, der alte Mythen neu erzählt, mit subtiler Ironie und dem Sog eines modernen Märchens.

Simon Bohrmann lebt mit seiner Familie in der Nähe von Bonn. Beruflich im medizinisch-therapeutischen Bereich tätig, widmet er sich in seiner Freizeit dem Schreiben. Inspiriert von klassischen Märchen und moderner Fantasy verbindet er vertraute Motive mit neuen Ideen zu spannenden Geschichten. Jenseits der Märchen - Der Schatten der Wahrheit ist sein erster Roman.

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WEIL JEDER GUTE ALPTRAUM IRGENDWO ANFANGEN MUSS

„Alles begann mit einer dieser skurrilen Legenden, wie sie wohl nur in einer Stadt wie Bonn entstehen können – der sagenumwobene goldene Apfel von Bonn.“

„Märchen hatten mich nie wirklich interessiert. Vielleicht, weil ich als Kind keines davon gelesen hatte, oder vielleicht, weil sie mit zunehmendem Alter immer absurder und unheimlicher wirkten, als sie eigentlich sollten. Doch an jenem verregneten Abend, als ich entlang des alten Brassertufers schlenderte, beschlich mich das Gefühl, dass an ihnen mehr dran sein könnte, als ich je geglaubt hatte.“

Der Regen war so unvermittelt gekommen, wie er in Bonn oft kam. Eine Sekunde Nieselregen, in der nächsten ein Wolkenbruch, der jeden dazu zwang, Schutz zu suchen. Ich klappte meinen Schirm auf und trat in den Schein einer Straßenlaterne. Dort stand eine alte Frau. Sie war in der Dunkelheit schlecht zu sehen, ihr Körper kaum mehr als ein Schatten, der sich gegen das fahle Licht der Straßenlaterne abzeichnet. Ihr Mantel war lang, altmodisch und dunkel, aber nicht nass – obwohl der Regen unaufhörlich auf uns niederpra