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FREMDE FREUNDE
Das hohle Gurgeln hallte in seinen Ohren wider. Mit beiden Händen spritzte er sich das kalte Wasser ins Gesicht. Er richtete sich auf. Mit einem Schlag auf den Wasserhahn brachte er den Fluss zum Stillstand.
Auf das Waschbecken gestützt betrachtete er seine zitternden Finger, die sich an der Keramik festkrallten. Langsam hob er den Blick. Sein Spiegelbild starrte zurück.
Seine Augen glichen einem Wirbelsturm, ein blasses und ungestümes Grau. Die Haare, so hell, dass sie im Licht mal weiß, mal silbern glänzten, hingen ihm nass ins Gesicht. Sie bildeten einen starken Kontrast zu seiner dunklen Haut. Schnell senkte er seinen Blick wieder.
Ohne sich noch einmal umzudrehen, verließ er das Badezimmer und durchschritt zügig den Gang. Er betrat den Raum, in dem er heute Morgen aufgewacht war.
Morgendliches Licht schien durch ein hohes Fenster und erhellte das ausladende Zimmer. Trotzdem konnte er nur wenige Umrisse erkennen: einen großen Tisch vor dem Fenster, zwei Betten, hohe, breite Schränke und ein paar Sofas um einen kleinen Tisch. Wie von selbst setzten sich seine Beine in Bewegung. Der Boden war kühl und eben, seine Füße erinnerten sich nicht an das Holz. Erst auf dem weichen Teppich inmitten des Zimmers blieb er stehen. Die Fransen kitzelten ihn zwischen den Zehen.
»Ash, wir müssen un