„Wenn du mich so fragst, ja, ich bin ein Reisender. Und du?“
Obwohl er noch ein Junge war, hätte der junge Mann sich nicht mehr von Amati unterscheiden können, dem Jungen, mit dem Lawrence sich eine Woche zuvor auf dem Marktplatz einen Kampf geliefert hatte. Der Junge vor ihm war zwar schlank, doch von körperlicher Arbeit gestählt. Er war etwa so groß wie Lawrence und hatte schwarzes Haar und dunkle Augen, wie es im Norden üblich war. Er sah so stark aus, dass Lawrence ihm eher eine Axt als einen Bogen andichtete. Sein schwarzes Haar war mit Mehl bestäubt und bot einen eigentümlichen Anblick.
Diesen mit Mehl bestäubten Jungen, der gerade aus einer Mühle gekommen war, zu fragen, wer er sei, war wie vor einem Bäckereistand voller Brot zu stehen und zu fragen, was es zu kaufen gab.
„Haha, wie du sehen kannst, bin ich Müller. Also, wo kommst du her? Du siehst nicht aus, als kämst du aus Enberg.“
Lawrence fand das unbeschwerte Lächeln des Jungen eher kindisch.
Er schätzte ihn auf sechs oder sieben Jahre jünger als sich selbst und fürchtete, Holo könnte wieder einmal zwischen die Fronten geraten und ihn in eine missliche Lage bringen.
„Gut geraten. Im Gegenzug habe ich eine Frage an dich. Wie lange dauert es noch bis in die Stadt Tereo?“
„Die Stadt ... Tereo?“
Lawrence’ Worte ließen den Jungen ve