Seelenpartner oder Narzisst?
Wow. Eine Begegnung wie ein Blitzeinschlag. Ein Orkan, der durch euer beider Leben fegte, euch die Klamotten vom Leib riss und euch mit dem nackten Hintern auf dem Gras zurückließ. Zumindest dich – vielleicht auch 'der', aber sehr wahrscheinlich eher 'die' – die du dieses Buch in deinen Händen hältst.
Vermutlich ist jemand in dein Leben getreten und schon bei der ersten Begegnung, möglicherweise sogar davor, falls ihr euch zunächst online kennengelernt habt, hast du eine tiefe Verbindung gespürt, bestimmt auch eine körperliche Anziehungskraft, die du dir nicht erklären konntest. Deine Gefühle fuhren Achterbahn. Oder sie fahren noch immer. Sehr wahrscheinlich das. Was ist das denn? Dem anderen ging es erstmal ähnlich. Vielleicht war zunächst alles rosarot, vielleicht aber auch nicht und es war gleich zu Beginn schon kompliziert. Nach den ersten atemberaubenden Momenten – ob Tage, Wochen, oder Monate – ist er, der andere Mensch, plötzlich nicht mehr greifbar für dich. Unerreichbar im wahrsten Sinn des Wortes.
Und du? Bleibst zurück in einem wahren Gefühlschaos. Spürst einen Schmerz des Getrenntseins, der ohne Übertreibung körperlich weh tut. Ich weiß das. Du fängst an, Fragen zu stellen. Was ist passiert? Was ist das für eine Verbindung und warum ist er denn jetzt weg?
Vielleicht ist all das aber auch schon länger oder ganz lang her und du bist erst viel später in der Beziehung an einem Punkt angelangt, an dem du dir Fragen stellst, anfängst, dich zu informieren und einen Weg zurück in ein liebevolles und vor allem friedliches, freies und zufriedenes Leben suchst.
Bei deiner Recherche könntest du auf das Thema der (Dual-)Seelenliebe gestoßen sein. Oder aber du bist beim Thema Narzissmus/toxische Beziehung gelandet. Und wenn du beides gefunden hast, (Dual-)Seelenliebe und Narzissmus, hast du festgestellt, dass die Beschreibung des Einen mit der des Anderen nahezu vollständig übereinstimmt. Dann ist das Chaos im Kopf perfekt – was ist das denn nun zwischen dir und diesem Menschen?
Lass mich dir sagen: Ich kenne die Verwirrung und den Schmerz. Ich weiß, wie es sich anfühlt. Dass es höllisch weh tut, dieses Getrenntsein, und zwar im doppelten Sinne. Getrennt (emotional oder tatsächlich) von ihm und getrennt von sich selbst.
Ich weiß, wie tief die Verzweiflung ist und wie übermächtig das Gefühl, ohne den anderen Menschen nicht leben zu können, aber eben auch nicht (mehr) mit ihm.
Als ich damals in der Situation war, holte ich mir auf verschiedenen