: K. Ziack
: Die 13 Juwelen der Existenz Und die Urmächte
: Books on Demand
: 9783695112234
: Die 13 Juwelen der Existenz
: 1
: CHF 9.70
:
: Fantasy
: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Band 4 der epischen Fantasy-Saga um die 13 Juwelen führt tiefer als je zuvor, in die Zwischenreiche jenseits von Raum, Zeit und Erinnerung. Ein einziges Juwel wird in die Elandos gerissen, ein graues, seelenloses Zwischenreich, in dem selbst die Magie verstummt. Dort, wo Atem stillsteht und Vergangenheit flüstert, öffnen sich Tore zu einer Wahrheit, die älter ist als jede bekannte Legende. Die Urmächte erwachen, jene gewaltigen Kräfte, aus denen einst auch die Juwelen selbst geboren wurden. Doch diese Offenbarungen fordern ihren Preis. Mit den Stimmen der Elandos kehren auch die Schatten der Menschheitsgeschichte zurück. Inmitten der Dunkelheit treten die Hexenprozesse von Salem aus der Vergessenheit, und mit ihnen eine Figur, die nie zur Ruhe kam. Tituba, die erste Anklägerin, steigt aus den Nebeln der Schuld hervor und zwingt das Juwel, sich selbst neu zu begegnen. Erinnerung wird zur Waffe, Wahrheit zur Prüfung. Während Kristalle, Dämonen und Engel die Welt neu formen, entbrennt ein Kampf auf allen Ebenen der Existenz. Licht und Schatten verlieren ihre Grenzen. Ninas verborgenes Ich erhebt sich, und mit ihm eine Macht, die alles Vorige übersteigt. Schwarze Blitze durchschneiden die Stille, weiße Flammen brennen durch das Dunkel. Die Kräfte geraten ins Wanken, die Ordnung beginnt zu zerfallen. Was ist stärker, Herkunft oder Erwachen, was bleibt, wenn selbst das Licht schweigt, und kann ein einzelnes Herz den Sturm der Urmächte überstehen Ein Band voller Enthüllungen, Erinnerungen und Entscheidungen, die die Saga für immer verändern werden. Für alle, die bereit sind, hinter den Schleier der Magie zu blicken, und dem Ursprung selbst ins Auge zu sehen. Triggerwarnung: Dieses Buch enthält fiktionalisierte Darstellungen von Gewalt, Unterdrückung, Krieg, Folter und realhistorischen Themen, insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus. Einige Szenen können emotional belastend wirken. Rechtlicher Hinweis: Dieses Werk ist vollständig fiktional. Es verarbeitet historische Ereignisse und reale Personen ausschließlich in einem künstlerischen Kontext. Es distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Verherrlichung und dient der kritischen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwortung und Geschichte.

K. Ziack schreibt mit einer Stimme, die gleichzeitig Traum und Warnung ist. Seine Werke vereinen Fantasy, Mythologie und Realität zu einem Universum, das weit über die Seiten hinausreicht. Mit der Buchreihe (Die 13 Juwelen der Existenz) erschafft er ein vielschichtiges Erzähluniversum, das Leserinnen und Leser in göttliche Konflikte, uralte Kräfte und emotionale Abgründe führt. Neben der Fantasy widmet er sich auch der Wirklichkeit. In seinem Sachbuch (Sie sind weg) veranschaulicht er, wie empfindlich das ökologische Gleichgewicht ist und was passiert, wenn vermeintlich bedeutungslose Tierarten wie Insekten, Spinnen oder Fliegen verschwinden. Ein fiktives Szenario, das realer wirkt als vielen lieb ist. Abseits des Schreibens setzt sich K. Ziack aktiv für den Arterhalt ein. Er züchtet bedrohte heimische Insekten wie Schmetterlinge und lässt sie gezielt frei, um den lokalen Bestand zu stärken. Seine Leidenschaft für Natur und Fantasie verbindet er zudem in Musik: Jeder seiner Buchcharaktere erhält einen eigenen Song, den er auf YouTube veröffentlicht. K. Ziack versteht Literatur nicht nur als Erzählung, sondern als Erlebnis. Seine Werke sind keine Fluchten, sondern Spiegel, Tore und Fragen zugleich.

Prologe


Was ist das für ein grauer, trostloser Ort, an dem ich gelandet bin? Alles hier wirkt… falsch. Wo sind die anderen? Und wie bin ich hierhergekommen? Ich schaue mich um, und mein Herz zieht sich zusammen. Die Luft ist schwer, dick wie Nebel, aber ohne Feuchtigkeit – eher wie Staub, der sich auf alles gelegt hat, sogar auf meine Gedanken. Der gesamte Ort scheint jeglicher Farbe beraubt zu sein. Alles wirkt abgestorben. Der Himmel über mir ist bleiern, ohne Sonne, ohne Bewegung, ein einziges endloses Grau. Die Bäume sind kahl, ihre Äste ragen wie verkrüppelte Finger in den Himmel, als würden sie um Erlösung flehen. Die Grashalme unter meinen Füßen sind trocken, brüchig, kaum mehr als Schatten ihrer selbst, sie knistern bei jeder Bewegung, als würde ich über Knochen gehen. Es fühlt sich an, als hätte die Welt selbst aufgehört zu atmen. Keine Magie, kein Leben, nur Leere.

Ein Schauer läuft mir über den Rücken. Ich versuche mich zu erinnern, wie ich hierhergekommen bin. Gaia… ja, Gaia hat noch davon gesprochen, dass eines von uns Juwelen kein wirkliches Juwel sei. Ihre Worte hallen jetzt mit bedrohlicher Klarheit in meinem Kopf nach. Damals klang es kryptisch, wie eine Warnung aus einem Traum – jetzt ist es eine Last auf meiner Brust. Mein Herz hämmert gegen meine Rippen, als wolle es entkommen. Aber warum? Und warum wurde ich hierhergebracht?

Während ich mich umsehe, fällt mir ein Gebäude in der Ferne auf. Es ist ein altes Holzhaus, das aussieht, als stamme es direkt aus einem Horrorfilm. Es steht allein inmitten der leeren Weite, sein Dach schief, seine Fassade verwittert und zerfallen. Das Holz ist vom Wetter gezeichnet, fahl und aufgerissen, als würde das Haus selbst stöhnen. Fenster, schwarz wie tote Augen, blicken leer in die Landschaft. Der Wind weht durch gebrochene Scheiben, und irgendwo knarrt etwas, obwohl alles still ist. Die düsteren Türmchen ragen wie gruselige Finger in den grauen Himmel.

Meine Lippen verziehen sich zu einem bitteren Lächeln. Ein Klischee. Ein verdammtes Horrorfilm-Klischee. Großartig.

Ich bleibe stehen, mein Blick fixiert auf das unheimliche Haus. Es scheint zu atmen, als würde es mich beobachten, mich einladen. Ein Schauer jagt mir erneut über den Rücken, diesmal tiefer, fast bis ins Mark. Es ist, als ob der Boden selbst mich nicht tragen will, als ob ich ein Eindringling wäre. Der Wind wird kälter, flüstert in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Meine Gedanken rasen.

"Warum ausgerechnet ich? Wieso bin ich hier? Und was, wenn mir jetzt ein gruseliges Hinterwäldler-Seniorenpaar die Tür öffnet?"

Kalter Schweiß bricht auf meiner Stirn aus. Aber dann schüttle ich den Kopf. Reiß dich zusammen! Du musst klopfen. Mit zitternden Schritten nähere ich mich dem Haus. Die knarrenden Holzstufen der Veranda ächzen unter meinen Füßen, und jeder Laut scheint von der Stille verschluckt zu werden. Es ist, als würde der Ort selbst Geräusche einsaugen und in der Dunkelheit ersticken. Über mir knarrt ein morscher Holzbalken, als wollte er zusammenbrechen. Der Schaukelstuhl am Eingang schwingt sanft im Wind, daneben eine verrostete Schrotflinte.

Ich halte den Atem an.

„Bitte, Hekate, lass es kein Seniorenpaar sein.“

Ich zögere kurz, bevor ich die Klingel drücke. Das metallische"Ding-Dong" hallt durch das Haus. Es klingt, als würde der Klang in einem endlosen Flur aus Leere widerhallen. Schritte. Langsame, schleppend