: Hyuganatsu
: Die Tagebücher der Apothekerin (Light Novel): Band 5
: JNC Nina
: 9783989617049
: 1
: CHF 7.40
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: Kinder- und Jugendbücher
: German
: 376
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Nach ihrer unfreiwilligen Reise in die verschneite Bergregion des Reiches kehrt Maomao mit einem Streuner in das Freudenviertel zurück - ohne ihren Ziehvater Ruomen, da dieser vom Inneren Palast zur Entbindung des Kronprinzen abberufen worden ist. Durch eine spitzfindige Bemerkung des Jungen Cho-u, den sie im Zuge der jüngsten politischen Intrigen des Kaiserhofes bei sich aufgenommen hat, sieht sie eine zirpende Gefahr auf das Reich zukommen, die im schlimmsten Fall dessen Untergang bedeuten könnte. Ihre Nachforschungen verwickeln sie dabei abermals in die Tätigkeiten des Palastes, und ehe sie es sich versieht, befindet sie sich mit Jinshi auf einer Reise in Richtung Westen, in die Heimat von Gemahlin Gyokuyo. Das Ziel ihrer Reise mag zwar pompös glitzern und funkeln, doch auch dort windet sich etwas im Schatten. Ob es Maomao auch dieses Mal gelingt, die Irrungen und Wirrungen von Kräften, die weit über ihr stehen, aufzudecken und zu lösen?

Eine einzige riesige Straße durchzog das Zentrum der Hauptstadt und auf ebendieser wurde täglich der Markt abgehalten. Jenseits der hin- und herfahrenden Kutschen lag jener Ort, an dem ‚die über den Wolken‘ lebten.

Den Palast von hieraus zu betrachten, rief in Maomao das Gefühl hervor, nur in ihren Träumen jemals dort gearbeitet zu haben. Doch Cho-u an ihrer Seite war der lebende Beweis dafür, dass sie innerhalb der Palastmauern gelebt hatte, denn deshalb war sie in die Kette von Ereignissen verwickelt worden, die ihn zu ihr geführt hatten.

Die Rebellion des Shi-Clans hatte sich augenscheinlich bis zu einem gewissen Grad auch auf den Markt ausgewirkt.

Getreide und hölzerne Waren stammten größtenteils aus den nördlichen Regionen, doch Maomao hatte den Eindruck, dass weniger Händler als sonst jene Waren führten. Stattdessen fielen ihr besonders die vielen Trockenfrüchte und Textilien aus dem Süden und Westen ins Auge.

Da erblickte Maomao noch ganz etwas anderes und verzog erneut vor Missfallen ihr Gesicht: gekochte Insekten, die zum Verkauf angeboten wurden. Schon wieder Heuschrecken.

„Das Zeug schmeckt garantiert ekelerregend! Als ob das jemand kaufen würde!“, platzte es Cho-u direkt vor dem Stand heraus, der die Insekten feilbot, woraufhin Maomao ihm die Hand vor den Mund presste und ihn wegzerrte. Der Blick, den sie sich vom Standbesitzer eingefangen hatten, war mehr als beängstigend.

„Was denn? Ich habe doch nur die Wahrheit gesagt!“

„Schweig!“

Maomao warf Cho-u einen Blick zu, der dem des Ladenbesitzers durchaus gewachsen war.Genau deshalb kann ich keine Kinder leiden, stellte sie gedanklich fest.

„So hohle Insekten können gar nicht schmecken. Ach, dann ist die diesjährige