: Detlef Rathmer
: Verlagshaus Rathmer
: Archetypen der Tiere im Enneagramm Wie die 27 Subtypen in der Natur von Tieren sichtbar werden
: Books on Demand
: 9783695122554
: 1
: CHF 11.50
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: Angewandte Psychologie
: German
: 296
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dieses Buch eröffnet einen neuen Zugang zum Enneagramm: Die 27 Subtypen werden nicht abstrakt erklärt, sondern in lebendigen Archetypen der Tierwelt gespiegelt. Jede Tieranalogie bringt einen Subtyp in seiner Essenz zum Vorschein: kraftvoll, bildhaft, unmittelbar erfahrbar. Die Idee dazu reifte lange, bis nun der Zeitpunkt gekommen war, dieses Werk zu vollenden. Es dringt tiefer als viele Enneagramm-Bücher, weil es unter die bekannten Strukturen schaut und den archetypischen Grundkräften nachspürt, die im Menschen wirken. Damit entsteht ein Resonanzraum, in dem Selbsterkenntnis nicht nur gedacht, sondern erlebt werden kann. Über 216 eigens angefertigte Bleistiftzeichnungen machen die Archetypen sichtbar und geben dem Werk seine besondere, unverwechselbare Gestalt. Als zusätzliches Geschenk für interessierte Leser steht exklusives Bonus-Material bereit: Der Code deiner Persönlichkeit, ein digitaler Leitfaden, der hilft, die Erkenntnisse des Buches noch unmittelbarer auf die eigene Lebenssituation anzuwenden. Wer dieses Buch liest, wird die Subtypen nicht mehr nur als Konzepte kennen, sondern in ihrem innersten Wesen verstehen. Es ist ein Werk, das verändert: Nach der Lektüre sieht man die Muster der Seele, das eigene Handeln und die Bewegungen anderer Menschen in einem neuen Licht.

Detlef Rathmer, geboren 1968, ist Heilpraktiker, Autor, Dozent und Coach mit Schwerpunkt Enneagramm und Homöopathie. Seit vielen Jahrzehnten beschäftigt er sich mit den tiefen Mustern der menschlichen Seele und der Frage, wie innere Heilung und persönliches Wachstum möglich werden. Als Enneagramm-Experte hat er zahlreiche Seminare, Vorträge und Ausbildungen gestaltet und Generationen von SchülerInnen begleitet. Seine Arbeit verbindet präzises Fachwissen mit einer spirituellen Dimension, die den Menschen als Ganzes anspricht. Mit seinen Büchern erschliesst er neue Zugangswege zum Enneagramm und öffnet den Blick für die archetypische Kraft, die in Symbolen, Bildern und der Natur verborgen liegt.

DerAdler – Analogie zurselbsterhaltenden Eins (SE1)


Einleitung: Prinzipien im Spiegel der Natur


DerAdler gilt seit Jahrhunderten als königliches Tier, Symbol für Überblick, Klarheit und strenge Ordnung. Sein Wesen vermittelt Erhabenheit und Distanz, aber auch einen unbestechlichen Sinn für Kontrolle. Genau darin liegt die Analogie zumSubtyp der selbsterhaltenden Eins im Enneagramm.

Es geht hier nicht um Gleichsetzung, sondern um die Analogie: SowohlAdler als auchSE-Eins verkörpern ein Prinzip, das sich in sehr unterschiedlichen Formen ausdrücken kann. Das Prinzip ist das gleiche – es steht für Ordnung, Strenge und ein unbestechliches Auge für das Wesentliche.

[Illustration: Adler im Flug, weit ausgebreitete Schwingen, Schwarz-Weiß-Bleistiftzeichnung]

Kapitel 1: Blickqualität und Wachsamkeit


DerBlick des Adlers ist legendär. Scharf, unerbittlich, mit enormer Reichweite. Er entgeht ihm nichts, er sieht Details aus schwindelerregender Höhe. Der Blick hat etwas Durchdringendes, Unerbittliches.

Dieselbsterhaltende Eins trägt denselben Blick in menschlicher Gestalt. Es ist ein prüfender, scharfer, oft kritischer Blick. Er sucht nach Fehlern, Abweichungen, Unstimmigkeiten. Dieser Blick will Klarheit und Ordnung schaffen – genau wie der Adler, der seine Beute präzise erfasst.

Beide –Adler undEins – blicken nicht beiläufig, sondern mit dem Impuls der Kontrolle.

[Illustration: Detail Adlerauge, gestochen scharf, intensiver Fokus]

Kapitel 2: Sozialstruktur und Loyalität


DerAdler lebt nicht wie der Wolf im Rudel, sondern ist ein Einzelgänger, der nur in bestimmten Phasen (Brutzeit, Aufzucht) eine enge Bindung eingeht. Aber diese Bindung ist dann eisern: Adlerpaare bleiben lebenslang zusammen. Das Prinzip der Loyalität ist hier ein Prinzip der Verbindlichkeit.

Auch dieselbsterhaltende Eins ist kein „Rudeltyp“. Sie vertraut auf klare Strukturen und feste Regeln. Bindung entsteht über Pflichtgefühl und Prinzipientreue, nicht über spontane Sympathie. Einmal eingegangene Verpflichtungen werden nicht leicht