Einleitung
„Wir trainieren nicht mehr im Blindflug“
wie Künstliche Intelligenz den Leistungssport verändert.
Die digitale Revolution hat nahezu alle Bereiche des modernen Lebens durchdrungen. Auch der Sport bildet keine Ausnahme. Es zählen längst nicht mehr nur Muskelkraft, Talent und Disziplin. Die entscheidende Frage ist heute viel mehr: Wie gelingt es, aus einer Flut von Daten kluge Entscheidungen für Training, Ernährung und Wettkampf zu treffen?
Trainingsdaten, Herzfrequenzverläufe, Schlafphasen, Glukosekurven, GPS-Tracks, Wattzahlen, Laktatwerte – all das kann man heute in Echtzeit erfassen, speichern und auswerten. Die Datenerhebung hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, aber die Nutzung dieser Informationen hinkt oft noch hinterher. Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr: Was können wir messen? – sondern: Was können wir sinnvoll mit den Daten machen?
Intelligente Trainingssteuerung, die auf Datenanalyse, Lernalgorithmen und adaptiven Systemen basiert, ist nicht mehr bloße Zukunftsvision, sondern dringt mit zunehmender Geschwindigkeit in den professionellen und ambitionierten Sport ein. Und sie ist wichtiger denn je.
Belastungen im Leistungssport steigen stetig – physisch, psychisch und strukturell. Profisportler stehen ständig unter hohem Druck. Für kontinuierliche Leistungssteigerungen müssen sie ihre Trainingsbelastungen genau dosieren, aber auch auf sich ändernde Umweltbedingungen (z. B. Reisen, Höhenlage, Hitze, Ernährung) situativ angemessen reagieren. Athlet und Trainer sehen sich, auch aufgrund der Vielzahl der erhobenen Trainings-, Regenerations- und Belastungsdaten, mit einer kaum mehr zu überblickenden Komplexität konfrontiert: Unterschiedliche Athletentypen, individuelle Regenerationsverläufe, periodisierte Saisonplanung, Wettkampfdichte, verletzungsbedingte Trainingspausen, …....und so weiter. Die Liste escheint fast endlos. Und trotz moderner Testverfahren und vieler Daten bleibt eben doch vieles eine Mischung aus