: Sarah Siebers
: Fairytale of broken Souls
: Books on Demand
: 9783695140961
: Fairytale of broken Souls
: 1
: CHF 5.30
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: German
: 410
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es war einmal ein König, der hatte sechs Kinder, die waren allesamt unvollkommen. Sie teilten sich eine einzige Seele - und da jedes Kind nur ein Stück davon besaß, waren Talente und Eigenschaften ungleich unter ihnen verteilt. Die Geschwister lebten gemeinsam in einem Schloss und hatten nur einander, doch sie waren glücklich. Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag zerstörte der König den Frieden: Er wollte wissen, welches seiner unperfekten Kinder den stärksten Seelenteil in sich trug. Dieses wollte er zu seinem Nachfolger ernennen. Er rief eine Fee herbei, die sechs tödliche Prüfungen ausrichtete. Nur ein Kind sollte überleben ... Wie geht die Geschichte weiter? In diesem interaktiven Märchen hast du die Wahl!

Sarah Siebers, Jahrgang 1997, Autorin magischer Fantasyromane und humoristischer Kurzgeschichten, liebt es in Buchwelten abzutauchen. Ihre Romane handeln von magischen Augenblicken, dunklen Geheimnissen und Charakteren, die nichts lieber tun, als aus der Reihe zu tanzen. Neben dem Schreiben schlägt das Herz der Autorin fürs Reisen.

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Josephine

„Ich ha…hasse ihn! Ich ha…hasse seine blonden Haare, die ihm wie Spag…hetti über den Ohren hängen.“ Ich zupfe an dem Gras, solange bis ich ein ganzes Grasbüschel in der Hand halte. „Ich ha…hasse seine matschgrünen Augen.“ Ich werfe das Büschel weg und rupfe weiter im Grün. „Ich ha…hasse seine feine, lederne Reiterkleidung, die wahr…“ Mir fällt ein kleines Gänseblümchen auf. Ich zerre so lange am Stängel, bis die Blume in meiner Hand liegt, dann lasse ich sie in meiner Faust verschwinden. „… wahrscheinlich mehr kostet als unser gesamtes Schloss, exklu…klusive Inventar. Seinen a…abscheulichen Charakter, die halbt...tauben Ohren …“

„Wiesohalbtaub? Wir wissen nicht, ob unser Vater Probleme mit seinem Gehörsinn hat“, unterbricht mich Jakob lachend. Mein kleiner Wutanfall scheint ihn wohl zu amüsieren. Er liegt neben unserem Bruder rücklings im Gras, hat seine Beine lässig übereinander