Nirvana – Es gibt keinen Tod
„Manche Menschen glauben, dass sie letztendlich völlig ausgelöscht werden und nichts mehr von ihnen übrig bleiben wird; dass sie mit dem großen Ozean des Nirvana verschmelzen. Das ist nicht wahr. Ihr werdet immer bewusst sein. Ihr werdet immer glückselig sein."
(Robert Adams)
Für das Endziel bzw. Resultat der meditativen Selbsterforschung prägte Siddhartha Gautama den BegriffNirvana. Dieser Zustand beendet den Kreislauf der Wiedergeburten und bedeutet die Freiheit von allen physischen und psychischen Fesseln. Weil er wollte, dass jeder Mensch selbst erfährt, worauf er hinwies, hielt sich Siddhartha mit Beschreibungen von Nirvana zurück und sprach stattdessen lieber über die Methoden, die dorthin führen.
Einst wurde Ramana Maharshi gefragt:
„Was ist das Nirvana, von dem der Buddha spricht?" Er antwortete:
„Der Verlust der Individualität. Nirvana ist Vollkommenheit. Im Nirvana gibt es nichts außer das selige, reine Bewusstsein „Ich bin"."
Dies kann jeder in tiefer Meditation erfahren. 'Erleuchtung' bedeutet, darin beständig verwurzelt zu sein, d. h. stets unter allen Umständen in der eigenen inneren Seligkeit bewusst gegründet zu bleiben. Damit ist keine intellektuelle Erinnerung gemeint. Ein immer wiederkehrender Gedanke wie „Ich bin reines Bewusstsein und nicht der Körper" mag relativ hilfreich sein, hat mit Erleuchtung aber nichts zu tun. Gedanken, die nicht der direkten Erfahrung entspringen, sind wirkungslos. Es geht nicht darum, sich gedanklich an eine Erfahrung aus der Vergangenheit zu erinnern, sondern die Wahrheit dieser Erfahrung ohne Unterbrechungen zu spüren – hier und jetzt.
Als Siddhartha sich unter den Bodhi-Baum setzte