Der Anfang einer Prophezeiung
In einem sächsischen Dorf an der Grenze vom heutigen Thüringen im Jahre 779 n. Chr.
Das Licht der Morgensonne fiel durch die Ritzen eines kleinen Fensters, das mit Ölpapier verdeckt war. Roland blinzelte verschlafen und gähnte herzhaft. Es roch noch nach dem Regen der letzten Nacht. Das laute Prasseln hatte ihn nicht einschlafen lassen.
Gut, dass ich in den letzten Tagen das Dach repariert habe, dachte der junge Zauberer erleichtert.Der Boden wäre jetzt überall nass und aufgeweicht.
Er strich über die Felldecke und streckte sich vorsichtig. Seine Muskeln schmerzten. Er hatte für die älteren Nachbarn und seine Mutter Holz gehackt.
Gestern habe ich mich doch übernommen, bemerkte er stöhnend.Wie gerne würde ich liegen bleiben, aber ich muss aufstehen. Heute ist es soweit. Hoffentlich werde ich der nächste Dorfzauberer.
Ronja erwartet ihn in ihrer Hütte, die abseits des Dorfes stand.
Seufzend griff er nach seiner Hose, zog sie über die schweren Beine. Er schnallte sich seinen breiten Gürtel mit verschiedenen Beuteln um und schlurfte verschlafen aus seiner kleinen Kammer in den Hauptraum.
Die Feuchtigkeit war wie so oft in die Hütte gezogen. Im spärlichen Licht erkannte er die gemauerte Feuerstelle, die kalt war.
Mutter ist bestimmt schon lange auf dem Feld, ging ihm betrübt durch den Kopf.Sie arbeitet einfach viel zu viel. Wenn ich ihr doch ein besseres Leben bieten könnte. Als angesehener Zauberer könnte ich das, aber dafür müsste ich noch einige Jahre lernen.
Er stieß erneut einen Seufzer aus. Mit den Fingern kämmte er sich durch seine schwarz