: Holger Schulze
: Erlangen, das Klima und die StUB Wege in die Haushaltskrise, und wieder heraus!
: Books on Demand
: 9783695165575
: 1
: CHF 13.00
:
: Politisches System
: German
: 120
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Buch zum Erlanger Kommunalwahlkampf 2026 Mein Name ist Holger Schulze, und ich bewerbe mich erneut für das Amt des Erlanger Oberbürgermeisters. Aber wer bin ich eigentlich? Woher komme ich? Wie konnte es zu der aktuellen Haushaltskrise in Erlangen kommen? Und noch viel wichtiger, wie kommen wir wieder heraus? Wenn Sie sich für meine Antworten auf diese Fragen interessieren, dann lesen Sie dieses Buch.

Holger Schulze wurde am 2. Oktober 1967 in Frankfurt am Main geboren. Aufgewachsen ist er in Langen, einer hessischen Klein-stadt zwischen Frankfurt und Darmstadt. Nach dem Abitur 1986 ebendort hat er an der damals noch Technischen Hochschule Darmstadt bis 1992 Biologie mit Hauptfach Zoologie studiert und dort 1996 auch seine Promotion in der Hirnforschung abgeschlos-sen. Er wechselte dann an das Leibniz Institut für Neurobiologie nach Magdeburg, wo er zu Lern- und Gedächtnisvorgängen im Hör-system forschte. 2003 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für das Fach Physiologie und erhielt 2007 den Ruf auf die Professur für experi-mentelle HNO-Heilkunde an der Friedrich-Alexander-Universit t Erlangen-Nürnberg, wo er seit dem insbesondere Tinnitusforschung betreibt. Er wohnt mit seiner Frau in Kosbach, hat 4 Kinder und zwei Enkel. Wenn neben der beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit Zeit bleibt, geht er seinen Hobbies nach: Dazu gehören ausgedehnte Spaziergänge mit seiner Frau, bevorzugt an der Ostsee, das Sau-nieren, oder das Schreiben. Seine Jugendbuchreihe Geheimbund Pegasus ist im Heidelberger Lesezeitenverlag erschienen, das Sachbuch Streifzüge durch unser Gehirn im Umschau Zeitschrif-tenverlag. Mitglied der FDP ist er seit 1999. Seit 2020 ist er Kreisvorsitzender der FDP Erlangen und Erlanger Stadtrat.

Kapitel 2:


Die Ausrufung des Klimanotstandes

Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt!

Majestix – Asterix, der Gallier

In seiner Sitzung vom 29. Mai 2019 hat der Erlanger Stadtrat einstimmig den Klimanotstand für die Stadt Erlangen ausgerufen und war damit bundesweit nach Konstanz und Heidelberg (ebenfalls im Mai 2019) die dritte Kommune, die diesen Schritt gegangen ist, in Bayern also die erste. Er folgte damit einem Bürgerversammlungsantrag der InitiativeFridays for Future Erlangen vom 27. März desselben Jahres und beschloss, „die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität“ anzuerkennen, sowie „bei seinen Beschlüssen die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit [zu] berücksichtigen und wenn immer möglich Maßnahmen [zu] priorisieren, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.“ Auch wurde beschlossen, eine externe Studie in Auftrag zu geben, welche eine Abschätzung darüber erstellen sollte, welche Maßnahmen notwendig wären, um die Reduktion der CO2-Emissionen in Erlangen nach Maßgabe des 1,5-Grad-Ziels zu erreichen15.

Dieser Beschluss hat bis heute weitreichende Folgen für das Handeln der Erlanger Stadtverwaltung: Er führte zwangsläufig zu einer Reihe von Zielkonflikten, da der Eindämmung des Klimawandels mit der Kategorisierung in die höchste Priorität Vor- oder zumindest Gleichrang, vor oder neben allen anderen Aufgaben der Stadt eingeräumt wird. Dies umfasst gerade auch die Daseinsvorsorge, welche die Stadt zu leisten hat, und damit doch gerade so wichtige und unterschiedliche Aufgaben wie die Bereitstellung von Schulen, Kitas, Feuerwachen, Straßen, ÖPNV, Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung oder Kulturangeboten. Überdies muss man nach nunmehr sechs Jahren mit verschiedensten Versuchen zur Umsetzung des Beschlusses feststellen, dass zwar einerseits der Abwehr der ökologischen Folgen tatsächlich höchste Priorität eingeräumt wird, andererseits aber dem selbstgesteckten Ziel, auch gesellschaftliche und ökonomische Aspekte zu berücksichtigen, nahezu keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. So wurden etwa regelmäßig Beschlüsse gefasst