Kapitel 3
„Oh,Näi!“ Tabea Stocker schlug auf ihren Wecker ein, der unablässig klingelte. Erst als sie merkte, dass dieser nicht reagierte, wurde ihr klar, dass es ihr Handy war, das auf dem Nachttisch läutete. Missmutig griff sie danach.
„Tabea, mach dich auf die Socken,subito. Wir haben einen Toten an der Lorze unter der Lorzentobelbrücke. Die Spurensicherung ist schon unterwegs.“ Das war Hauptmann Nikolas Rogenmoser, ihr Chef bei der Zuger Polizei.
„Ja, ja, ich komme“, bestätigte sie kurz angebunden und legte auf. Was für ein Erwachen am Montagmorgen! Das Display auf ihremHandy zeigte die Zeit an. Es war viertel nach fünf.
„Na super, können die Leute die Leichen nicht erst ab acht Uhr finden?“, nuschelte sie in die gemütlich warme Bettdecke. Ihr Blick fiel auf ihren Freund, Andreja, der neben ihr tief und fest schlief.Jö, wie süss, dachte sie. Im Schlaf wirkte er verletzlich wie ein Baby, wo er doch sonst mit seiner stattlichen Figur und den gut trainierten Muskeln einen starken