Ich starre auf die tickende Standuhr neben der Tür. Es sind nur noch wenige Minuten bis Mitternacht.
Die Flamme im Kamin flackert sanft und ihr Schein mischt sich mit dem rötlichen Licht der Mitternachtssonne, das durch das Fenster hereindringt.
Ich ziehe die Beine hoch auf den Sessel und schließe die Finger fester um meinen Teebecher.
Der Duft nach getrockneten Kräutern und warmem Apfelkuchen hängt in der Luft und ich linse immer wieder zum Backofen.
„Er ist gleich fertig.“ Alura schmunzelt und greift nach dem Ofenhandschuh, den Vayus ihr reicht.
Ich grinse und nippe an meinem Pfefferminztee. Als ich den Becher auf dem kleinen Tisch neben mir abstelle, spiegelt sich das Feuer in den goldenen Buchstaben meines Armbands.Eleana. Ich fahre mit den Fingern über das Metall. Es ist das Einzige, was mir von meinen leiblichen Eltern geblieben ist und so wie jedes Jahr vor meinem Geburtstag, überkommt mich ein bittersüßes Gefühl der Sehnsucht. So oft versuche ich, mir ihre Gesichter vorzustellen, doch die Bilder in meinem Kopf ble