Kapitel 1
(in welchem ich schlechte Laune habe und eine drastische Maßnahme ergreife)
Meine Freundin hat Sex im Wohnzimmer.
Meine Exfreundin.
Im zweiten Atemzug fällt es mir ein. Das Laminat quietscht bei jedem gleichmäßigen Schaben des Sofas über die Oberfläche. Es prallt sanft gegen die Wand. Das wird Kratzer auf dem Boden geben.
Der Kronleuchter, den ich nach meinem Einzug nicht ausgetauscht habe, wackelt. So ist es immer, wenn die Waschmaschine läuft oder gevögelt wird. Meine Hände werden zu Fäusten – ich will da nicht raus. Meine abgeknabberten Nägel treiben gegen die Haut an meinen Handinnenflächen. Als mein Magen rumort, greife ich stoisch nach einer Bauchtasche und meinem Portemonnaie und setze eine Sonnenbrille auf. Vielleicht kann ich auf diese Weise das Gröbste verdecken. Die Hand an der Türklinke halte ich kurz inne, ehe ich hinausgehe.
Zsuzsa und Babsi sind halb bekleidet. Meine Ex liegt mit gespreizten Beinen an der Stelle, von der aus ich manchmal den Tatort