: Frank Weber
: Gleichnisse des Jesus von Nazareth Kreuz und quergedacht
: Books on Demand
: 9783695151318
: 1
: CHF 7.90
:
: Christentum
: German
: 244
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Gleichnisse Jesu gehören zu den eindrucksvollsten Texten der Bibel. Sie sind einfache Geschichten und zugleich Türen in eine tiefere Wirklichkeit. Wer sich auf sie einlässt, spürt: Hier spricht mehr als Moral und Weisheit, hier klingt die Botschaft des Reiches Gottes an. Dieses Buch lädt ein, die Gleichnisse neu zu entdecken: kreuz und quer gedacht im Licht des Kreuzes. Es zeigt, wie Jesus mit alltäglichen Bildern ungewohnte Perspektiven eröffnet, Gewissheiten hinterfragt und Hoffnung weckt. Bekannte Erzählungen wie der barmherzige Samariter oder der verlorene Sohn leuchten dabei ebenso auf wie weniger vertraute Gleichnisse, die uns überraschend nahekommen. Einfühlsam und zugleich verständlich geschrieben, verbindet dieses Werk Bibel, Glaubenspraxis und Lebensnähe. Es ist ein Begleiter für alle, die im persönlichen Glauben wachsen, für Fragen des Lebens, für Predigt und Unterricht Impulse suchen oder die alte Botschaft Jesu neu entdecken möchten. Wer dieses Buch aufschlägt, entdeckt: Die Gleichnisse Jesu sind mehr als Geschichten aus vergangener Zeit, sie sind lebendige Worte, die auch heute Wegweisung schenken, Fenster in Gottes Wirklichkeit und sprechen mitten in unser Leben hinein.

Frank Weber, Jahrgang'67, Handwerksmeister, Bauingenieur, berufliche Versuche als Unternehmer, Handelsvertreter, Kneipenwirt, Kirchenmusiker und Kraftfahrer. Seit 2011 erschienen die"Tausenderlei"-R ihe, die Buchreihe"Taschenbuch-Li eratur-Klassiker", Liederbücher und andere. Frank Weber ist verheiratet, er lebt und arbeitet in Marburg.

2. Vom Sämann


(Mk 4, 3-8; Mt 13, 3-8; Lk 8,5-8)

Das Gleichnis vom Sämann wird wieder von den drei Synoptikern berichtet: Jesus ist ein bekannter Prediger, der mit seinem Gefolge - heute würde man es Fangemeinde nennen. - von einem Ort zum nächsten zieht. Einige wurden von Jesus geheilt, einige haben etwas Vermögen, das sie mit der Truppe teilen. Jede und jeder hat sicher auch so seine Erwartungen, welchen Nutzen und welche Bedeutung die Nachfolge Jesu mit sich bringt. Und manche wollen erleben, was er zu sagen hat, wenn er in ihren Ort kommt und gesellen sich dann zum Publikum hinzu.

An einem Seeufer steigt er in ein Boot und spricht von dem Boot aus zu den Menschen. Dabei erzählt er ihnen das Gleichnis vom Sämann, der den Samen des Getreides, das er anbauen will, aus der Tasche nimmt und mit einem eleganten Schwung auf den Acker wirft und verteilt. In der Zeit, aus der Jesus durch sein Gleichnis zu uns spricht, ist es Stand der Technik, das der Sämann erst den Samen auf dem Feld verteilt und hinterher mit seinem Werkzeug über das Feld geht, um die Aussaat in den Boden einzuarbeiten.

Dabei bleibt einiges ungeschützt obenauf liegen und wird von den Vögeln gefressen. Ein anderer Teil kann nicht wurzeln, da die Erdschicht über den Steinen nicht ausreichend dick ist, und dann verdorrt es in der Sonne. Noch anderer Samen fällt unter Dornen oder unter andere Pflanzen, wo er zwar keimt, aber kein Licht hat, somit nicht wachsen kann und abstirbt. Und ein vierter Teil fällt auf gutes Land, wo der Same wurzeln kann, wo die Pflanzen hochwachsen und dann auch blühen und Früchte tragen können.

Die Einwände seiner Freunde und Zuhörer*Innen, er rede verklausuliert und in Rätseln, beantwortet er damit, dass nur wenige die göttliche Botschaft verstehen wollten oder können. Bereits Jesaja habe angekündigt, dass Menschen sie sehenden Auges nicht erkennen, und sie zwar hören, aber nicht verstehen könnten (Mt.13,14f.).

Dabei bezieht sich Jesus auf Jesaja 6,9f.:Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Hör