Einleitung – oder warum ich dieses Buch schrieb
Es ist zum Verzweifeln! Es wird wieder mehr geraucht und insgesamt wurde im „Kampf gegen die Nikotinsucht“ bisher nur wenig erreicht. Sicherlich haben die Rauchverbote eine Reduzierung bewirkt, aber gerade bei Jugendlichen geht der Trend wieder steil nach oben, vor allem, was den Konsum von E-Zigaretten und Shishas anbelangt. LautStatista hat sich bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren die Quote fast wieder verdoppelt – von 8,7 auf 15,9 Prozent.1
Das Fazit ist ernüchternd: Trotz aller Bemühungen von allen Seiten ist das Rauchen in Deutschland tatsächlichwieder gestiegen. Die Entwicklung ist besorgniserregend, denn laut demRedaktionsNetzwerkDeutschland (RND) rauchen inzwischen im Durchschnitt erneut fast 33 Prozent aller Menschen über 14 Jahren2, was ca. 23 Millionen ausmacht. In Deutschland sterben jedes Jahr laut Bundesgesundheitsministerium immer noch ungefähr 127 000 Menschen an den Folgen ihrer Sucht. Weltweit rauchten laut WHO im Jahr 2022 ca. 1,3 Milliarden Menschen über 14 Jahren, 2020 waren es noch knapp 1 Milliarde. LautWikipedia indes rauchen 1,7 Milliarden Menschen weltweit, was einen Anteil von etwas über 20 Prozent ausmacht (Stand 2023).
90 Prozent davon wollen mindestens ein Mal in ihrer Raucherkarriere mit dem Rauchen aufhören, auf Deutschland bezogen also aktuell knapp 20 Millionen,3 aber nur die Wenigsten schaffen den endgültigen Ausstieg. Die Zahlen reichen von 5 bis 40 Prozent, ich schätze, dass es in Wahrheit höchstens 10 Prozent sind, eher sogar weniger. Klar ist jedenfalls, dass die überwiegende Mehrheit, das heißt, Millionen von Rauchern, lieber heute als morgen endlich aufhören würden, es aber einfach nicht schaffen. Und das Fatale daran ist: je mehr sie es wollen und wieder rückfällig werden, umso mehr sind sie in ihrer Sucht gefangen. Wie ein zappelnder Fisch im Netz, der sich immer mehr darin verheddert.
So ähnlich sieht es vermutlich auch bei Ihnen aus, daher lesen Sie nun dieses Buch, denn es ist speziell für Sie verfasst worden. Sie sind verzweifelt und haben bereits alle möglichen Methoden zur Entwöhnung ausprobiert, wurden aber, früher oder später doch immer wieder rückfällig. Ja, es ist zum Verzweifeln, aber das Rauchen ist scheinbar nicht auszurotten. Allen Carrs Vorhaben mit seiner weltbekannten Methode zur Raucherentwöhnung die Welt vom Rauchen zu befreien –„I’m going to cure the World of Smoking“ – ging bei Weitem nicht auf. Es gibt also noch viel zu tun!
Die meisten Raucher versuchen dennoch zunächst mit der Easyway-Methode nach Allen Carr (AC-Methode) aufzuhören,„Endlich Nichtraucher!“ lautet sein Millionenseller. Häufig jedoch auch hier erfolglos, wie verschiedene Studien bestätigen. Eine ältere Studie der Medizinischen Universität Wien aus dem Jahr 2002 besagt, dass nur gut die Hälfte, d.h. 53,3 Prozent, mit der Carr-Methode nach einem Jahr noch Nichtraucher sind.4 Eine andere, aktuellere Studie vom Januar 2020 kommt sogar zu einem noch viel schlechteren Ergebnis. Nur 19 Prozent waren demnach nach 6 Monaten noch rauchfrei.5 Diese sehr unterschiedlichen Ergebnisse sind erstaunlich.
Nach der neuen Studie heißt das, dass nach einem halben Jahr bereits gut 80 Prozent wieder rückfällig geworden sind – und das mit der weltweit erfolgreichsten Methode zur Raucherentwöhnung! Das ist unser Ausgangspunkt.
Warum ist das aber so? Und warum fiel es mir selbst so leicht? Ich hatte meine letzte Zigarette vor über 25 Jahren ausgedrückt, das war am 29.09.1999. Ein paar Tage zuvor besuchte ich die Ausstellung „Körperwelten“ in Basel. In der Ausstellung, die rotierend in wechselnden Städten stattfindet, werden, das Einverständnis zu Lebzeiten vorausgesetzt, aus Leichen Körperteile hochwertig aufb